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Grusel-Parkour durch Wiese und Wald

veröffentlicht am Juni 4, 2009 von Martha Splatterhead | abgelegt unter Home-Haunting

Wer seinen Halloween-Gästen was richtig Tolles bieten möchte, kann einen Grusel-Parkour veranstalten. Besonders gut geeignet ist dazu ein großer Garten. Auch ein Ausflug in den Wald ist möglich. Allerdings sollte man dann vorher mit dem Förster des Waldes klären, dass man ein paar Dinge aufhängen wird und ein Besuch ansteht (nicht, dass der Jäger an diesem Tag Dienst hat…).

Der Grusel-Parkour braucht zwar eine gewisse Vorbereitungszeit (ca. 4-6 Stunden, je nach Aufwand auch einen ganzen Tag), aber das Ergebnis wird sich lohnen! Wir finden diese Idee vor allem für Theatergruppen toll, die sich für Halloween etwas Gruseliges ausdenken möchten für Ihr Publikum! Wichtiger Tipp: Vorher unbedingt bei der Stadt anmelden!

Sie brauchen:

mindestens 6 Personen, die mitspielen
20-30 Glasflaschen
4-6  weiße Bettlaken oder 10-15 Meter billigen Baumwollstoff
4 Kassettenrekorder mit Batterien
wenn der Grusel-Parkour in der Dämmerung stattfinden soll: 5-10 starke Taschenlampen
Kostüme (Hexe, Geist, Leichensack, Elfen)
Rasseln

Überlegen Sie sich verschiedenen Stationen (so 5-6 Stationen sollten reichen).
Beispiele für Stationen:
– Der Tatort mit einer Leiche, einem Komissar, einem Fotografen
– Der Elfentanz mit Elfenwesen
– Die Hexe im Dickicht
– Der Teufel im roten Umhang
– Die Stimmen der Toten
– Das verlassenen Schaukelpferd
– Der Sarg

Die Stationen

Zuallererst legen Sie eine Route fest. Markieren Sie entweder diese Route, damit die Besucher alleine den Weg finden oder geben Sie jeder Gruppe einen Führer zur Hand. Danach überlegen Sie sich eine Struktur.

Wie wäre es, wenn die Besucher durch eine Hexe in den Wald gelockt werden, die von der Ferne mit dem Finger winkt? Je näher die Gruppe kommt, desto schneller läuft die Hexe in den Wald, bis sie sich in ihr Versteck zurückzieht, wo Sie ihre nächste Rolle vorbereitet. Wenn die Gruppe im Wald drin ist, sollte bereits der erste Hinweis auftauchen, wo es langgeht. Im Grunde sollte es sein wie bei einer Schnitzeljagd.

Gestalten Sie den Weg dorthin abenteuerlich. Hängen Sie die Flaschen in ein paar Meter Entfernung zum Weg auf, die eine Elfe oder ein Waldgeist mit einem Stock anschlägt. Hängen Sie entlang des Weges den Baumwollstoff in Fetzen an die Bäume oder in 50 cm breiten Bahnen, die im Wind wehen.

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tatortNun kommen Ihre Besucher zur ersten Station. Dort könnte beispielsweise ein Sarg stehen (selbstgebastelt oder gezimmert aus Brettern), vor dem eine weiß gekleidete Frau kniet und weint. Versteckt hinter einem Busch steht ein Kassettenrekorder, der Geistergemurmel einspielt. Plötzlich erschrickt sich die Geisterdame, springt auf und rennt schreiend durch die Gruppe hindurch. Oder die Besucher finden einen Tatort vor. Auf dem Boden liegt eine Leiche, abgedeckt durch eine weiße Plane. Ein Kommissar ermittelt, ein Tatort-Fotograf hält die Szene fest. Der Kommissar spricht in ein Aufnahmehgerät oder macht sich Notizen: „Todesursache unbekannt“, „seltsamer Zeichen auf der Brust…“. Irgendwann schickt der Kommissar die Leute weg mit dem Kommentar „Hier gibt es nichts zu gucken, bitte gehen Sie weiter!“

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Der Parcours geht weiter, denn in der Ferne winkt schon eine schöne Elfe! Die Gruppe soll ihr tiefer in den Wald folgen. Auf einmal ist die Elfe verschwunden, aber man hört schon den Elfengesang, dem man noch tiefer in den Wald folgt. Dort tanzen jetzt zwei Elfen zu märchenhafter Musik – ein mittelalterliches und mystisches  Lied würde gut passen. Hängen Sie am besten in die Nähe noch ein Windspiel auf, das für atmosphärische Untermalung der Szenerie sorgt. Wenn die Elfen fertig gesungen und getanzt haben, laufen Sie weg und führen die Gruppe damit weiter zur nächsten Station.

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hexe_waldDort steht ein Zauberer oder Schamane, der ein gruseliges Gedicht rezitiert und dann die Gruppe mit den Worten „Geht weiter, der Wald freut sich auf euch!“ weiterschickt. Unterwegs sieht die Gruppe zwischen den Büschen hindurch ein einsames Schaukelpferd, das verlassen vor sich hinschaukelt. Es wird durch einen dünnen Faden von einem versteckten Helfer in Bewegung gehalten. Dazu läuft der 3. Kassettenrecorder mit Kinderlachen. Wie im Horrorfilm!

Die nächste Station ist ein verlassenes altes Grab mit einem Grabstein und einer Hand, die aus dem Boden kommt. Man hört eine Stimme, die ein Abschiedsgedicht vorliest (4. Kassettenrecorder). Dann sieht die Gruppe wieder die lachende Hexe, die in der Ferne auf einer Lichtung oder an einem Baum steht. Sie winkt die Gruppe wieder zu sich, bleibt dieses Mal aber stehen. Wenn die Gruppe da ist, entlässt sie die Besucher wieder in die Realität mit einem geheimnisvollen Spruch.

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feenwaldSie können sich noch mehr Stationen ausdenken, je nach dem wie viele Mitspieler Sie haben, z.B. mit einer Elfe, die im Baum sitzt und Seifenblasen pustet oder Glitzer auf die Besucher streut. Besonders schön wirken Gedichte, die mal gruseliger, mal spielerischer sein können. Achten Sie nur darauf, dass die Stationen auch ohne Strom und mit Batterien zu bewerkstelligen ist.

Wenn der Parcours beispielsweise in der Dämmerung stattfindet, können Sie die Wege mit Taschenlampen an Bäumen schummerig beleuchten. Tolle Szenerien können Sie auch mit den Armen von Schaufensterpuppen gestalten (die sie an Bäumen befestigen), mit einem roten Vorhang, hinter dem eine weiß gewandete Frau erscheint und ein Gedicht rezitiert oder mit einem Zombie, der sich seinen Weg durch die Besuchergruppe sucht. Es muss gar nicht spektakulär sein. Allein das ungewöhnliche Umfeld und das Spiel mit den Erwartungen der Besucher macht das ganze spannend und märchenhaft.



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Ein Kommentar

  1. babylonischevielfalt sagt:

    Hey, hab jetz lange überlegt und gesucht was ich mit meinem Sohn an seinem ersten Halloween das er so richtig mitbekommt machen kann, da unsere Nachbarn eher nicht so Trick or Treats-Fans sind… und das ist wirklich DIE lösung 😀 danke dafür

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