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Die Geschichte von Halloween

Pfarrhaus und Kirche von Borley, Essex/Großbritannien

veröffentlicht am Juni 8, 2009 von Martha Splatterhead | abgelegt unter Die Geschichte von Halloween

SpukkircheDas Pfarrhaus von Borley galt bis 1939, als es abbrannte, als das spukreichste Haus Englands. Doch noch heute ranken sich viele Legenden um das Anwesen, und auch die zugehörige Kirche scheint von Geistern heimgesucht zu werden.

Das Pfarrhaus wurde 1863 von Pfarrer Henry Dawson Ellis für sich, seine Frau und seine 14 Kinder erbaut, gegenüber der Dorfkirche, die bereits seit dem 12. Jahrhundert stand. Angeblich wurde das Haus auf den Resten eines Klosters erbaut, doch das konnte archäologisch nicht belegt werden. Schon vor dem Bau kursierten Geschichten über einen Geist, der auf dem Kirchenfriedhof umging, doch auch in der Pfarrei begannen schon bald nach dem Einzug der Familie seltsame Dinge zu geschehen. Aus der Kirche drang immer wieder Gesang, die Glocken läuteten ohne Grund, außerdem waren Stimmen, Klopfen und Schritte zu hören.

Vor allem die Kinder litten unter den Erscheinungen, deren bekannteste ein kopfloser Mann in einer Kutsche und eine Nonne sind. Im 14. Jahrhundert soll sich die Nonne heimlich mit einem Mönch getroffen haben, als das Verhältnis aufflog, wurde der Mönch geköpft und die Nonne lebendig im Kloster eingemauert. Henry Ellis nahm die Geister nicht ernst, er ließ sogar einen „Nonnenweg“ bauen, auf dem ihr Geist fortan wandelte und beobachtet werden konnte.

Berühmt wurde das Pfarrhaus durch den Geisterforscher Harry Price, der sich mit einem Team dort einmietete, als das Haus 1937 leerstand. Er konnte während dieser Zeit zahlreiche Phänomene beobachten und fertigte umfangreiche Aufzeichnungen an, die ihn letztendlich berühmt machten. Es wurden starke Temperaturschwankungen gemessen, Steine und Münzen rollten über den Boden oder flogen durch die Luft, und nicht selten schwebte der Duft von Weihrauch durch die Luft. Und doch blieben diese Vorkommnisse wage, kein Geist konnte gefangen und genauer untersucht werden, und einige der angeblich übersinnlichen Phänomene entpuppten sich als billige Tricks von Anwohnern. Skepsis blieb, auch nach dem Brand. In den Ruinen wurden weiterhin Geister gesichtet, und im Keller fand man menschliche Überreste.

Viel wichtiger aber, spukt es auch in der Kirche? Harry Price hatte seine Untersuchungen ausschließlich auf das Pfarrhaus beschränkt, obwohl schon damals Berichte existierten, dass sich Särge in einer Familiengruft selbsttätig verschoben hatten. Seit den 60er- und 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts häufen sich in der Kirche und ihrem Umfeld Phänomene, die weit erstaunlicher sind als das, was über die Pfarrei berichtet wurde. Croom-Hollingsworth hielt ab 1960 immer wieder Nachtwachen ab, bei denen er und sein Team Geräusche wie Gelächter, Klopfen, schweres Atmen und das Verrücken von Möbeln hörten. Er versuchte, die Geräusche mit einem Kassettenrekorder aufzuzeichnen, doch obwohl sie niemanden sahen, war der Rekorder später zerstört und das Band herausgerissen.

1974 unternahm der Regisseur Denny Densham erneut den Versuch, in der Kirche Aufzeichnungen zu machen, was diesmal auch gelang. Seine Tonaufnahmen von Klopfgeräuschen und quietschenden Türen dienten der BBC später als Grundlage für eine spektakuläre Fernsehsendung. Viele der Geräusche konnten nicht nachgestellt werden, weil beispielsweise keiner der Türriegel quietschte. Inzwischen existiert ein riesiges Archiv von Aufnahmen aller Art, die Kirchenbehörde aber verweigert jede Auskunft.

Quellen: spukorte.de, geisterberichte.chapso.degeister-und-gespenster.de



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