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Gruselige Ausflugsziele

Gruseliges Ausflugsziel: Die Katakomben von Paris

veröffentlicht am Juli 17, 2009 von John Doe | abgelegt unter Gruselige Ausflugsziele

Katakomben ParisBei einem Streifzug durch die Pariser Unterwelt denken viele wahrscheinlich an eine Fahrt mit der legendären Pariser Metro. Gänsehaut holt man sich in Paris aber besser woanders: im Reich der Toten.

Zwanzig Meter unter der französischen Hauptstadt liegen die Überreste von sechs Millionen Menschen. Totenköpfe, Moder und der Gruselfaktor lassen die Touristen vor den Eingängen zu den Katakomben Schlange stehen. 250 000 Menschen pro Jahr wagen sich tief in die Erde, um das „Gebeinhaus“ in den ehemaligen Steinbrüchen aus römischer Zeit zu entdecken. Im Gänsemarsch trappeln sie vorbei an Wänden aus Skeletten, aufgeschichteten Knochen und „Kunstwerken“ aus Totenköpfen.

Bevor sich die Besucher der Pariser Unterwelt die 130 Stufen in den Bauch der Stadt hinunterwagen, bekommen sie vom Kartenabreißer noch eine Warnung mit auf den Weg: „Wenn Sie Raumangst haben, dann lassen Sie das lieber sein!“

Schilder dokumentieren, von welchem der vielen Pariser Friedhöfe die Knochen stammen. Im 18. und 19. Jahrhundert transportierte die Kirche die anonymen Überreste hierher. „Die Friedhöfe waren völlig überfüllt, ein Paradies für Ratten und Krankheitserreger, und stanken so unmenschlich, dass die einzige Lösung schien, die Knochen einfach unter der Erde zu versenken“, erklärt die Führerin Sandra Cominotto. In den Katakomben ist der Geruch dank der erneuerten Klimaanlage erträglich.

Was dem Besucher der französischen Hauptstadt normalerweise nicht auffallen kann, wird bei dem 1,7 Kilometer langem Marsch unter der Oberfläche deutlich: Der Pariser Untergrund ist löchrig wie ein Schweizer Käse, durchzogen von Gängen und Gewölben, Abwasserkanälen und den Gängen für die Metro.
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Doch diese berühmt-berüchtigte Unterwelt zieht seit Jahrhunderten Abenteuerlustige und Verfolgte an. Nach Schmugglern und Revolutionären versteckten sich hier während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg Widerstandskämpfer. Während der Studentenunruhen im Mai 1968 flüchteten die jungen Wilden vor den Schlagstöcken der Polizei. In den Achtzigern wurde sogar eine eigene Polizeieinheit gegründet, um Jagd auf die Eindringlinge in der Pariser Unterwelt zumachen, die für verbotene Streifzüge und ausgelassene Partys in die Tiefe stiegen. (…)

Quelle: bild.de

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Unser Fazit:

Ein Besuch der Katakomben ist sehr empfehlenswert. Allerdings sollte man wirklich keine Platzangst haben. Die Wendeltreppen sind viell. 80 cm breit und aus Steinen gemauert. Wer größer ist als 1,90 m muss aufpassen, dass er den Kopf einzieht auf dem Weg nach unten oder oben. Vor allem beim Weg nach oben habe ich Herzklopfen bekommen, obwohl ich so schnell keine Platzangst bekomme. Aber wenn man von soviel Stein umgeben ist und kein Ende in Sicht ist, wird es einem echt mulmig.

Die Katakomben selber sind einfach nur bombastisch. Soviele Knochen auf einmal sieht man nicht alle Tage! Alle sind feinsäuberlich aufeinander gestapelt, zum Teil zu Mustern und Arrangements. Die obersten Knochen und Schädel wurden jeweils aufzementiert, damit man sich nicht daran bedienen kann. Am Ausgang wird man übrigens kontrolliert, ob man Knochen gestohlen hat. Die haben anscheinend ihre Erfahrungswerte. Als wir unten waren, war ein Teil der Katakomben abgesperrt und man hörte von dort jede Menge Wasser plätschern. Das verstärkte das unangenehme Gefühl zusätzlich. Aber wären die Katakomben nicht sicher, wären Sie bestimmt schon geschlossen. Deshalb: Hingehen, wenn man nach Paris kommt. UNBEDINGT!!!



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Ein Kommentar

  1. Zombie Joe sagt:

    In Rom gibt es auch einen Gebeinskatakombenkeller. Das müssen auch Tausende von Toten sein. Fein säuberlich aufgetürmt. Das ist schon megakrass und man fühlt sich etwas unwohl.

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