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Gibt es Vampire?

veröffentlicht am September 15, 2009 von John Doe | abgelegt unter Halloween Gestalten

vampir-cavinVampire, von den Toten wiederkehrende Menschen, strahlen seit jeher eine unwiderstehliche Faszination aus. Sie verursachen uns wohlige Schauer des Schreckens, weil wir uns dessen sicher sein können, dass es sie nicht gibt. Wir geben uns Ihnen hin in Büchern und Filmen. Unsere abergläubischen Vorfahren dachten da noch anders und ließen sich allerhand einfallen, um ihre verstorbenen Verwandten am Verlassen ihrer Gräber zu hindern.

Ursprünglich stammt der Vampirglaube aus dem Karpatenraum, von wo aus er sich seit dem 18. Jahrhundert bis nach Europa ausbreitete. Tatsächlich aber haben diese volkstümlichen Wesen recht wenig mit dem gemein, was wir heute unter einem Vampir verstehen. Solche Wiedergänger brachten Krankheiten und Übel über Dorfgemeinschaften und konnten einzelnen Menschen die Lebenskraft rauben – doch Blut saugten sie nicht. Um sich vor solchen Wesen zu schützen, schlug man verdächtigen Toten zum Beispiel den Kopf ab und legte ihn zwischen seine Beine, damit er ihn sich nicht wieder aufsetzen konnte. Man legte Steine auf die Gliedmaßen und den Sarg oder streute wegen des angeblichen Zählzwangs von Vampiren Kirschkerne aus. Viele dieser Schutzmaßnahmen sind heute sogar archäologisch belegt.

Die meisten Merkmale, an denen man Vampire zu erkennen meinte, können auf verschiedene Krankheiten zurückgeführt werden, die sich häufig seuchenartig in ganzen Dörfern verbreiteten, auch weil die Menschen zum vermeintlichen Schutz Graberde aßen. Übrigens wurde der Vampirglaube schon im Jahre 1756 als Aberglaube von der Kirche verboten.

Später erlebte der Mythos vom (mittlerweile blutsaugenden) Vampir seinen raschen Aufstieg in der Literatur. Doch dafür schien das seelenlose Monster, das wie ein Tier nur seine natürlichen Grundbedürfnisse befriedigt, kaum geeignet, er musste erst „geadelt“ werden. Der Ire Bram Stoker schuf mit Graf Dracula nicht nur den bis heute bekanntesten Vampir, er romantisierte auch das Thema, was noch viele Autoren nach ihm beeinflusste, von Anne Rice bis Stephenie Meyer.

pumpkincat210-vampireDass der rumänische Graf Vlad III. Tepes ein Vampir war, wie Stoker in seinem Roman behauptete, ist allerdings reine Erfindung. Zwar war der Mann als besonders brutal bekannt, doch Stoker bediente sich dieses Kniffs wohl lediglich der Spannung wegen. Auch in Hollywood erlag man dem Zauber der Unsterblichkeit, vor allem aber dem Reiz der Erotik. Filme wie „Interview mit einem Vampir“ oder Francis Ford Coppolas Interpretation von „Dracula“ sind aufreizend, voll barocker Leidenschaft und Dramatik. Und wie schon in der Literatur wird im Film noch viel mehr auf den Vampir als tragische Gestalt gesetzt, der an der Last der Jahrhunderte schwer zu tragen hat und am liebsten endgültig erlöst werden möchte. Das Faszinierende aber ist, dass das Genre sehr breit gefächert ist. Von Komödien wie Roman Polanskis berühmter „Tanz der Vampire“ über die actionreichen „Underworld“- und „Blade“-Reihen bis hin zu „30 Days of Night“, wo die Vampire wiederum als blutrünstige und nicht mehr menschliche Monster gezeigt werden.

Im Fernsehen dominierte lange Zeit vor allem „Buffy – Die Vampirjägerin“ das Bild, zuletzt kamen die kurzlebige Serie „Moonlight“ und das erfolgreichere, ziemlich derbe „True Blood“ hinzu. Und unter Teenies erfeut sich auch die „Twilight“-Reihe ungebrochener Begeisterung. Diese Vielfältigkeit der Interpretation ist es, die Vampire bis heute so spannend macht. Die Unsterblichkeit ist eben ein Thema, dass die Menschen interessiert, ebenso wie sie das Böse schon immer fasziniert hat.

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2 Kommentare

  1. Paolo Pinkel sagt:

    Bei mir könnte die Vampirlady auf dem Bild gerne zum Hals knabbern vorbeischauen :lol

  2. Feiermeister sagt:

    ich glaub einige Frauen würden es toll finden wenn es Vampire geben würde.

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