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Wie Professor Frankenstein sein Monster erschuf…

veröffentlicht am September 15, 2009 von John Doe | abgelegt unter Halloween Gestalten

jylcat-frankensteinDer Roman „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ von Mary Shelley erschien 1818 noch anonym, um die potenziellen Leser durch einen weiblichen Autor nicht abzuschrecken. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht des Wissenschaftlers Viktor Frankenstein, der sie dem Kapitän eines Schiffes erzählt, das ihn in der Arktis rettet. Auch Briefe werden zitiert, wodurch eine Art Lehrstück entsteht, das davor warnen soll, gottgleich mit dem Leben zu spielen.

Der Roman beginnt damit, dass Viktor Frankenstein an der Universität von Ingolstadt studiert und dabei eine Möglichkeit entdeckt, aus toter Materie neues Leben zu erschaffen. Voller Tatendrang macht er sich daran, ein Wesen zu erschaffen, das in jeder Hinsicht perfekt sein soll. Doch Frankenstein ist so von sich und seiner Entdeckung eingenommen, dass er das ursprüngliche Ziel aus den Augen verliert und das Wesen, das er schafft, abgrundtief hässlich wird. Angeekelt verlässt er sein Labor und stellt nach seiner Rückkehr fest, dass das Wesen verschwunden ist. Als bald darauf Viktors Bruder Wilhelm ermordet wird, angeblich von der Hand des Hausmädchens, erkennt Viktor, dass sein Wesen dafür verantwortlich ist. Er stellt es zur Rede, und das Wesen erklärt, dass nur die Einsamkeit und Ablehnung der Menschen ihn böse und gewalttätig gemacht hat. Er bittet Viktor, eine Frau für ihn zu erschaffen, worauf dieser zunächst auch eingeht. Doch während der Arbeit befallen ihn Zweifel, dass sie Kinder zeugen könnten, die zur Gefahr für die Menschheit werden, deshalb vernichtet er seine Arbeit. Wütend tötet das Wesen nach und nach alle Menschen, die Viktor etwas bedeuten, und sein Schöpfer macht sich auf die Jagd nach ihm. In der Arktis, wohin er es verfolgt hat, trifft er auf das Schiff und stirbt wenig später. Das Wesen aber trauert um seinen Schöpfer und bleibt im ewigen Eis zurück.

derricksphotos-frankensteinDie erste Verfilmung des Stoffes entstand bereits 1910, sehr viel bekannter jedoch ist die Verfilmung von James Whale mit Boris Karloff in der Rolle des Monsters. Seine Interpretation war es auch, die nachfolgende Produktionen prägte, vor allem das Aussehen des Monsters. Trotzdem entstanden speziell in den 30er- und 40er-Jahren vor allem B-Movies, die das Thema kommerziell ausschlachteten. Eine Verfilmung, die sich eng an die Romanvorlage hält, aber nicht sehr erfolgreich war, entstand 1994 unter der Regie von Kenneth Brannagh und mit Robert de Niro als Monster. Neben den Karloff-Filmen ist dem Publikum wohl vor allem die Fernsehserie „The Munsters“ aus den 80ern in Erinnerung geblieben, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Das Monster ist hier liebevoll parodiert und hat eigentlich nichts mehr mit der Original Kreatur zu tun.

Übrigens, dass das Monster traditionell mit Schrauben am Hals gezeigt wird, hat damit zu tun, dass die ersten Filme von in Schwarz-Weiß gedreht wurden und man das Monster irgendwie als nicht-menschlich kennzeichnen wollte. Weder die Schrauben, noch der typisch eckige Kopf mit hoher Stirn werden im Roman erwähnt.

Frankensteins Wesen, das eigentlich von Natur aus weder gut noch böse ist, wird durch ständige Ablehnung und Verachtung erst zum Monster. Dabei richtet sich seine Wut zentral gegen seinen Schöpfer Frankenstein, der hier das eigentliche Monster darstellt, denn er vernachlässigt seinen „Sohn“ allein wegen seiner Hässlichkeit. Als Parabel über wahre Menschlichkeit, doch ebenso als Klassiker der Gruselliteratur ist „Frankensteins Monster“ bis heute überaus beliebt.



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2 Kommentare

  1. Jenitza sagt:

    Krass ich wusst die ganze Geschichte gar nicht. Dachte immer nur der erschafft das Monster und das wars.

  2. Feiermeister sagt:

    Aber echt, ich hab das auch nicht gewusst, was da alles dahinter steckt.

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