Neueste
Kommentare

Skull Bullet

Gruselgeschichten

Gruselgeschichte: Der Peitschenfluch von Shallardstown

veröffentlicht am Oktober 11, 2009 von John Doe | abgelegt unter Gruselgeschichten

Rache ist eines der stärksten Gefühle der Menschen! Besonders starke Gefühle, lassen die Toten manchmal nicht ruhen. Der Spuk überdauert Zeit und Raum und jagt den Menschen noch Generationen später eisige Schauer über den Rücken. Vor allem in Irland sind die Geister der Ahnen noch lebendiger als sie es sein sollten…

.peitsche-fluch

In Tipperary einer irischen Grafschaft in Ballymacorthy stand einst ein herrschaftliches Landhaus. Cadogan Parrot hatte dies Anfang des 19. Jahrhunders für seine Familie gebaut. Er und seine Frau Angelica hatten zwei Töchter, Angelica und Rosaleen.  Doch die Idylle währte nicht lange denn die Mutter beging aus ungeklärten Gründen Selbstmord. Der Vater verzweifelte daran.

Angelica, die Ältere der beiden Töchter hatte nun das Sagen im Haus und kümmerte sich um das gesamte Anwesen, das überall unter dem Namen „Shallardstown“ bekannt war. Doch Angelica konnte die Arbeit nicht allein bewältigen, es fehlte ein Mann im Haus! Schon bald verliebte sie sich, wie der Zufall es wollte, in einen Mann aus der Nachbarschaft. Doch Dagan Ferritter konnte ihre Liebe nicht erwiedern.

.

Rosaleens Schönheit überstrahlte alles und so verliebte er sich Hals über Kopf in die jüngere Schwester. Angelica gönnte ihrer Schwester das Glück und da sie der jungen Liebe nicht im Wege stehen wollte, schenkte sie dem Paar eine Reise in ein weit entferntes Land.

Bald verliebte sich Angelica selbst. Der Diplomat Prinz Nicholas Orloff der Attaché der russischen Botschaft, erwiderte ihre Liebe und so heirateten sie. Doch das Schicksal ist manchmal grausam. In den Flitterwochen in Russland zog sich der Prinz eine schwere Erkältung zu und starb an hohem Fieber. Angelica war tief verstört. Sie kehrte zurück nach Shallardstown, entließ sofort alle Bediensteten bis auf einen Butler und verließ das Haus nicht mehr.

.

uhr-3Als endlich die Schwester Rosaleen und ihr Mann zurückkehrten, ließ Angelica sie nicht mehr herein. Sie verwehrte ihnen ihren Schutz und so mussten die beiden in einer kleinen Hütte wohnen und von den kargen Almosen leben, die ihnen die Witwe überließ.

Bald begann Gräfin Angelica jede Nacht um 3:00 Uhr mit der Kutsche durch das land zu fahren. Nur der verbliebene Butler war auf dem Kutschbock zu sehen. Wenn sie vorüberfuhr blinkte und funkelte die juwelenbesetzte russiche Reiterpeitsche, die der Butler in der Hand hielt. Pünktlich eine Stunde später fuhr sie wieder in das Tor hinein. Und immer schlug es genau dann zur vierten Stunde.

.

Die Jahre vergingen und Rosaleen und ihrem Mann ging es immer schlechter. Die Leute lachten über Dagan Ferritter, der sich nicht traute der Witwe entgegenzutreten und den Anspruch von Rosaleen am Landsitz durchzusetzen. Doch letztendlich raffte er Freunde um sich herum und machte sich auf, um Angelica zur Rede zu stellen. Er fand jedoch nur den Butler vor. Einsamkeit und Totenstille hingen über dem Landsitz. Der Butler offenbarte Schreckliches: Angelica war schon seit 11 Jahren tot!!

.

kutsche-nacht-geist-spukIhr letzter Wunsch war es gewesen, jede Nacht um 3:00 Uhr von dem Butler mit der Kutsche spazieren gefahren zu werden. So fuhr der Butler tatsächlich jede Nacht, seit 11 Jahren Angelicas Leiche umher! In einem beglaubigten Schriftstück hatte sie ebenfalls festgehalten, dass der Butler die juwelenbesetzte Peitsche nur zu dieser Gelegenheit benutzen sollte. Die Peitsche thronte in einer Vitrine in der Halle des Anwesen. Jeder der sie berührte sollte von einem furchtbaren Fluch getroffen werden!! Durch diesen boshaften Fluch sollten Rosaleen und Dagan für immer von Shallardstown ferngehalten werden.

.

Trotz des Fluches zog das Paar in das Landhaus ein. Doch die Freude währte nicht lange denn innerhalb eines Jahres starben beide!! Die Peitsche lag noch immer in der Halle.

Als ein Cousin das Haus erbte, wurde es von einem Orden zum Novizenhaus umgebaut. Es gab keine weiteren Todesfälle, doch man sah oft einen vagen schwebenden Schatten bei der Vitrine. Im Hof war nachts das Holpern einer abfahrenden Kutsche zu hören und zweimal stand eine Gestalt auf der Treppe. Der Verwalter des Hauses musste auch oft die offen stehende Vitrine wieder verschließen, immer gegen vier Uhr Nachts…



Tags:
, , , , , , , , , , , , , ,

Diesen Beitrag diskutieren

5 Kommentare

  1. Ulrich Wickert sagt:

    Vielen Dank für die fantastische Geschichte. Genau richtig für meinen Blick aus dem Fenster, wo der Nebel gerade bei großer Kälte aufzieht. Geil!

  2. Hexenluder sagt:

    Irland ist an sich ein sehr mystisches Land. Ich liebe Irland und ich kann nur jedem empfehlen, mal dorthin zu fahren.

  3. Strawberry Princess sagt:

    Das die das 11 Jahre nicht gemerkt haben..

  4. Nixe23 sagt:

    da kriegt man richtig Lust, Halloween mal auf die grüne Insel zu fahren… Die sollen da ja eh noch jede Menge Elfen, Gnome, Feen und so einen Kram rumlaufen haben 😉

  5. BloodyPumpkin sagt:

    Echt coole Geschichte!!

Beitrag kommentieren?