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Skull Bullet

Gruselgeschichten

Was tun, wenn die eigene Frau Briefe an Gefangene im Todestrakt schreibt?

veröffentlicht am Februar 24, 2010 von John Doe | abgelegt unter Gruselgeschichten

Ja, Sie haben richtig gelesen! Genau diese Frage stellte sich ein ehemaliger Arbeitskollege von mir, als er auf dieses Geheimnis der „besonderen“ Sorte stieß! Aber der Reihe nach…

Nennen wir den armen Tropf einfach mal „Martin“… Martin war mir als Kollege grundsätzlich immer schon suspekt. Der Typ, der mit seinem untrainierten Body vor mir saß, packte immer wieder Gourmetstücke der zwischenmenschlichen Unterhaltungsebene aus, die ihresgleichen suchen. So war er natürlich nicht nur beim Bund – NEIN – Martin war natüüüürrrrlich in einer Spezialeinheit, von der nicht einmal die Bundesregierung wußte (oha!).

Und dabei machten er und seine „Untergebenen“ solche illustre Sondereinsätze, wie angeblich in Nigeria deutsche Geisel aus einem von Rebellen besetzten Dorf zu befreien. Vorher bahnte sich der Trupp von 6 Leuten natürlich noch den Weg durch 40KM dichtesten Dschungel (da fragt man sich so oder so, warum der Hubschrauberpilot die Supermegatruppe nicht gleich in Kapstadt abgesetzt hatte. Die paar Meter mehr machen zu 40KM weg vom Ziel den Kohl ja auch nicht mehr so richtig fett ;-)) Lange Rede, gar kein Sinn: die 6 Leute schossen natürlich – ohne eigene Verluste – die Rebellen in Schutt und Asche und befreiten alle Geisel unversehrt. Vorher schoss man natürlich noch alle Wachposten auf 1000Meter (!) Entfernung weg. Mit einer Papierkugel – Spezialpressung – ist klar… Und von solchen Geschichten hatte der Bub nicht gerade wenig auf Lager. Soviel zu seinen Hirngespinsten. Was dem Kollegen jedoch im Privaten widerfuhr, war weit weniger lustig… Denn diese Vorkommnisse konnte er wenigstens beweisen.

So hatte er eine Frau, die man heutzutage als Couch Potato beschreiben würde. Sie lungerte den ganzen Tag im sexy Jogginganzug wohl auf dem Sofa rum und kümmerte sich um gar nichts. Außer im richtigen Moment umzuschalten, wenn die nächste Soap begann. Das war so ziemlich das einzigste, was die gute Frau hinbekam. Er spielte in der Woche 2x am Abend Basketball, so dass er meist später nach Hause kam. An einem schönen Tag viel das Training aus, so dass er 3 Stunden früher als sonst die Wohnungstür aufschloss. Und siehe da, der Couch Potato war alles andere als unbeschäftigt. Sein ganzer Schreibtisch lag mir zig Briefen und Kuverten voll – welche sie nun hastig zu verstecken versuchte. Da platzte ihm der Kragen und er schnappte sich das Gesamtwerk. Was er nun vorfand war alles andere als amüsant. Hatte er anfangs noch die Wut auf einen vermeintlichen Nebenbuhler gehabt, so wurde ihm schnell klar, dass er hier heißesten Briefverkehr mit mindestens 20 verschiedenen Insassen verschiedener „Death Rows„, also Insassen in Todestrakten amerikanischer Gefängnisse, in den Händen hielt! Da traf ihn – gut nachvollziehbar – der Schlag von ganz oben! Anscheinend hatte die Dame auf der Couch die wildesten sexuellen Fantasien für Mörder, Vergewaltiger und Serienkiller entwickelt, die in irgendwelchen amerikanischen Gefängnissen auf ihre Hinrichtung warteten… „Klug“, wie seine (mittlerweile) Ex-Frau sich anstellte, hatte sie die Originale ihrer eigenen Briefe, die sie den Gefangenen schickte auf seinem (!) Notebook abgespeichert! Well done, Dude!

Und jetzt geht die Geschichte erst richtig los… Fortsetzung folgt!

blog.22.02.010.gefangener



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9 Kommentare

  1. Marco sagt:

    Krasse Geschichte!!

  2. Sina sagt:

    Da bin ich ja schon gespannt wies weitergeht!

  3. daniel sagt:

    Krasse Aktion…wenn das meine Frau wäre…

  4. David sagt:

    Ja, ja…Frauen sind unberechenbar!

  5. Claudia sagt:

    Der arme Ehemann…

  6. Carina sagt:

    Was für ne abgefahrene Story!

  7. Petra sagt:

    Was ist dabei,mit diesen Menschen Briefkontakt zu haben.
    Todestrafe finde ich unmenschlich.Denkt mal darüber nach da zu sitzen.Ich beschäftige mich damitschon sehr lange. Ihr müsst euch vorstellen,ihe sitzt in so einer kleinen Zelle,kaum Luft.23 Std lang.Im sommer 42 Grad.
    Der kleine ventilator wedelt die luft nur herum.Frühstück gibt es um 2.45 hr.Mittag um 9.45hr.Abendessen um 15.00hr.Die zeiten wurden so gemacht,das die jedes zeit gefühl verlieren.

    Denkt mal darüber nach

  8. Kartoffelcouch sagt:

    Menschen, die im Todestrakt eines US-Gefängnisses sitzen, sitzen dort nicht, weil sie einen Kind das Eis weggenommen haben. Der Großteil hat Tragödien ausgelöst und neben dem eigentlichen Verbrechen noch Angehörige, Freunde, etc. der Opfer mit in den Strudel gerissen. Mein Mitleid mit Deathrowern hält sich stark in Grenzen.

  9. Andi66 sagt:

    Da die ex-Ehefrau ein selbständiger Mensch ist, kann sie ja schreiben, an wen sie will! Auch ich beschäftige mich schon eine Weile mit dem amerikanischen Death Row. Und es ist brutal. Wir leben ja anscheinend in einer noch viel schlimmeren vorurteilsvolleren Welt als die des Mittelalters war! Rache – Rache – Rache brüllen sie alle und vergessen dabei selbst das Menschsein. Jeder kann ja tun und denken was er will. Grausig sind sie mir auch, die hassverzerrten Stimmen unserer ach sooo zivilen Menschen des 21. Jahrhunderts. Die Death-Row ist barbarisch. „O Du Goldenes Mittelalter“, kann ich da nur sagen!

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