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Finstere Rituale

Ist ein Exorzismus mehrwertsteuerpflichtig?

veröffentlicht am Januar 7, 2011 von John Doe | abgelegt unter Finstere Rituale

Ist ein Exorzismus mehrwertsteuerpflichtig? Muss die gelungene Austreibung vom flüchtenden Dämon quittiert werden, um steuerlich absetzbar zu sein? Wie steht es mit Verfluchungen und Voodoo? Das sind komplexe Fragen. In manchen Ländern sind religiöse Organisationen von der Steuerzahlung befreit, davon können hin und wieder auch Satanisten profitieren, die Gott austreiben wollen. In den Niederlanden kann die Ausbildung zur Hexe von der Steuer abgesetzt werden. Kommerzielle Angebote für den Heimwerker-Exorzisten dürften hingegen dem üblichen Steuerrecht unterliegen.

In Rumänien will man jetzt Ordnung schaffen. In Zukunft sollen auch Hexen und Wahrsager Einkommensteuer bezahlen. Doch es regt sich Widerstand. Die Hexen lehnen die Besteuerung ab, sie haben sich zusammengeschlossen, um die Regierung zu verfluchen. „Wir schaden denen, die uns schaden“, sagte Bratara Buzea. Sie gedenkt, die besonders wirksame Kombination von Katzenexkrement und totem Hund anzuwenden. Ich warte nun erstmal ab. Sollten die rumänischen Minister seltenen Krankheiten oder rätselhaften Unfällen zum Opfer fallen, werde ich meinen nächsten Urlaub in Rumänien verbringen. Denn die Preise sind unschlagbar günstig, so eine Verfluchung kostet weniger als zehn Euro. Wenn Buzea Thilo Sarrazin in ein Schnabeltier verwandelt, lege ich auch noch ein paar Euro drauf. (Quelle: Jungle World – Autor: Jörn Schulz)



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