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Skull Bullet

Finstere Rituale

Schauerliche Tradition: Die Schrumpfköpfe der südamerikanischen Indianervölker

veröffentlicht am März 17, 2011 von Miss Braindead | abgelegt unter Finstere Rituale

Schrumpfköpfe galten den alten Indianervölkern Perus und Ecuadors als Trophäe. Die Opfer verloren ihren Kopf meist im Kampfgefecht am lebendigen Leib.
Sobald der Kampf vorbei war, brachten die Kämpfer die blutigen, abgetrennten Köpfe ihrer Opfer zum Fluss, wo der Hinterkopf aufgeschlitzt wurde, damit die Haut vom Schädelknochen abgetrennt werden konnte. Dies benötigte einiges an Geschick und Kraft, da viele Fasern, sowie Binde- und Knorpelgewebe die menschliche Schädeldecke mit der Haut verbinden. War dies vollbracht, wurden die Schädel im Fluss entsorgt und so zu einem rituellen Geschenk an die Anakondas.

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suedamerikanischer_schrumpfkopf

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Die Augenlider des Opfers schloss man mit kleinen hölzernen Stiften, später begann man auch damit, die Augen mithilfe von Lederschnüren zusammenzunähen. Um ein Austreten der Rachegeister des Opfers zu verhindern, wurde auch der Mund derart verschlossen.
In gesegneten Schüsseln kochte man die verbleibende Hauthülle samt Skalp für 1 bis 1 1/2 Stunden – dies setzte Erfahrung voraus, da ein zu langes Kochen den Verlust des Skalps und ein zu kurzes Kochen ein pampiges Resultat mit sich gebracht hätte.

Anschließend wurde die Hauthülle „auf links“ gedreht, so dass die Gewebereste herausgekratzt werden konnten. Um die Hauthülle, die in diesem Zustand einem weichen Lederhandschuh entsprach, zu einem festen Objekt zu machen, füllte man sie mit heißen Steinen und Sand oder auch mit heißer Asche. Dies beschleunigte den Mumifizierungs-Prozess und garantierte die Beibehaltung der Gesichtszüge – auch, wenn der „Kopf“ dabei auf ein Drittel seiner ursprünglichen Größe schrumpfte. Zur Konservierung erfolgte dann eine Räucherung, die mehrere Stunden dauerte. Auf diese Art der Konservierung ist auch die dunkle Hautfarbe der Schrumpfköpfe zurückzuführen.

Zuletzt wurde das neugewonnene Schmuckstück an einem Halsband getragen, wobei die Indianer daran glaubten, dass damit die Lebenskraft des Getöteten auf den Besitzer überginge. Zudem empfanden sie diese Behandlung der Getöteten als ultimative Demütigung der Opfer und somit als Vollendung der Blutrache am verfeindeten Indianerstamm.

Seit den 1930ern sind der Besitz und Handel von Schrumpfköpfen in Peru und Ecuador gesetzlich verboten. Dennoch konnte die Faszination und das daraus resultierende Interesse an dieser gruseligen Tradition bislang nicht ausgemerzt werden. Daher floriert das Geschäft auf dem Schwarzmarkt, doch gelten ca. 80% der erhältlichen Schrumpfköpfe als Fälschungen, die aus Leder oder Affenschädeln gefertigt wurden.



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