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Gruselgeschichten

Urbane Legenden: Die weiße Frau

veröffentlicht am August 22, 2011 von DigestedGhoul | abgelegt unter Gruselgeschichten

Lange habe ich nichts von mir hören lassen, lange blieb es still um den DigestedGhoul, doch das bange Warten hat ein Ende. Ich bin zurück und das voller neuer und alter Geschichten, Mysterien und Okkultem. Unter dem Titel „Urbane Legenden“ fühle ich all jenen Geschichten auf den Zahn, die wir aus Überlieferungen oder heute eben aus Filmen und Horrorserien kennen.

Wo es früher die mündlich überlieferten Schauergeschichten und Ammenmärchen waren ist heute die Filmbranche an deren Stelle getreten. Da jedoch leider bekannt ist, dass bei solchen Umsetzung oft zum Zwecke der Dramaturgie und des Actiongehaltes Überlieferungen hochstilisiert wurden und werden hält der Zuschauer das Dargestellte meist nur für ausgedachte Geschichten ohne jeglichen Bezug zur Wirklichkeit. Um es vorweg zu nehmen: Sie würden sich ganz schön schneiden, wenn Sie diesen Gedanken teilen. Ganz im Gegenteil basieren die meisten dieser „Storys“ auf wahren Begebenheiten und lange gefürchteten Gestalten und Kreaturen.

Erst die „Neuzeit“ und die vermeintlich wissenschaftliche Herangehensweise an das, was sich nicht erklären lässt, ließ den Schauer dieser Geschehnisse langsam aber sicher verschwinden. Nicht vergessen darf man hierbei jedoch, dass die Wissenschaft vor den meisten dieser Geschichten kapituliert und keine plausiblen Erklärungen bietet. Erst das Niederlegen der Nachforschungen gegenüber jeglichem Paranormalen lässt das Nachfragen in der Gesellschaft verstummen…

Die erste urbane Legende, die ich hier aufgreifen möchte, behandelt ”Die weiße Frau„. Ganz im Allgemeinen wird mit dieser Bezeichnung eine Geisterart bezeichnet, welche erstmals im 15. Jahrhundert auftaucht und meist weiblicher Natur ist. Im Gegensatz zu dem Glauben, dass Spuk und Geister an sich uns stets Böses wollen, handelt es sich bei der weißen Frau um einen prinzipiell gut gestimmten Geist, welcher Bezug zur eigenen Ahnenreihe besitzt. Meist wird sie als die erste des Geschlechts bezeichnet, was darauf zurückzuführen ist, dass sie meist auf Schlössern und Burgen des 17. Jahrhunderts gesichtet wurde und sich gerade dort die Ahnenreihen noch zurückverfolgen ließen, beziehungsweise diese bekannt waren.

Als Ursprung der Legende um diese Spukgestalt gilt die Geschichte der Burgherrin Kunigunde von Orlamünde. Diese verliebte sich damals in den Sohn des Nürnberger Burggrafen Friedrich IV., welcher im Gegenzug verlauten ließ, dass jener sie heiraten würde, wenn dort nich vier Augen im Wege stünden. Missdeutend bezog Kunigunde von Orlamünde dies auf ihre beiden Kinder, welche sie aus erster Ehe mitbrachte und stach diese des nachts mit einer Nadel tot. Als Albrecht davon erfuhr sagte er sich ab von ihr, da dieser mit den „vier Augen“ nur seine Eltern meinte, die von der Hochzeit abgetan waren. Um für Buße zu bitten fuhr Kunigunde nach Rom und erhielt diese dort, unter der Voraussetzung, dass sie ein Kloster gründen und in dieses gehen würde. Unweit ihrer Burg in Nürnberg gründete sie dieses Kloster, in welchem sie dann starb.

Daraufhin erscheint Kunigunde von Orlamünde als weiße Frau immer dann, wenn Unheil bevorsteht, seien es Todesfälle oder andere Unglücke. Beachten muss man hierbei, dass sie lediglich vor dem Unheil warnt, dieses jedoch nicht hervorruft oder begünstigt!

Das erste mal schriftlich fixiert wurde diese Geschichte im Jahre 1552, bestätigt im Jahre 1559 von einem Pfarrer und einem Rektor. Hervorhebenswürdig empfinde ich diese Information, da diese beiden Berufsbilder zur angestammten Zeit zu den gelehrtesten und rationalsten gehörten, wieso ich finde, diesen auch Gehör geschenkt werden sollte.

Dass „Geistergeschichten“ kein Relikt aus dem alten Mittelalter sind zeigt der Vorfall aus dem Jahre 1981 im Schweizer Kanton Basel. Auch hier wird von einer weißen Frau berichtet, welche am Straßenrand vor dem Belchentunnel Autofahrer angehalten haben soll und von diesen mitgenommen wurde. Von einer Anhalterin ist aus den Medien dieser Zeit die Rede, welche zwar nichts Böses an sich hatte, jedoch Mysteriöses umgab. Nicht zuletzt die Tatsache, dass diese auch bei hohen Geschwindigkeit von einem Augenblick auf den anderen aus dem fahrenden Auto verschwinden konnte. Erst die Mehrung dieser Geschehnisse und der Fakt, dass die ortsansässige Polizei eigene Akten über den sich immer wieder wiederholenden Vorfall erstellen musste bestärkt die Behauptung, dass diese weiße Frau real ist. Die letzte dokumentierte Sichtung geschah 1983 von zwei Juristinnen, die eine alte, unbeholfene Frau einsteigen ließen und auf dem Rücksitz mitnahmen. Die Fahrerin redete mit ihr und auf die Frage hin, ob es ihr nun besser ginge antwortet diese: „Nei, leider nid. Es goht gar nid guet. Es passiert öppis Schrecklichs, öppis ganz Furchtbars!“ Daraufhin verschwand sie…

Übernommen und abgeändert wurde die letzte Überliefung im Pilotfilm der Mystery-Serie Supernatural.



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