Kommentare
- Möp (23. Mai 2013, 10:36) Horrorszenen*
- Möp (23. Mai 2013, 10:36) Das Review is der komplette Schwachsinn. Splatter und ortrorszenen sucht man vergebens. Die...
- marcel yolo (21. Mai 2013, 22:14) mein traum schon seit langem ist endlich mal von ein vampier girl gebissen zu...
- Annik (19. Mai 2013, 11:25) Cool,aber ich bin trotzdem froh das es mit mir nicht gemacht wird!:)
- yasmina w (27. April 2013, 15:51) Ich finde die beschreibung von Warm Bodies unglaublich!!!Wie kann man einen Film...
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Gruselige Ausflugsziele, Gruselige Technik
Horror-Reiseziel: die Todeszone von Tschernobyl
veröffentlicht am September 7, 2011 von Maniac Mathilda | abgelegt unter Gruselige Ausflugsziele, Gruselige TechnikAm 26. April 1986 explodiert nachts um 1.24 Uhr der Reaktor vier des Kernkraftwerks in Tschernobyl. Eine radioaktive Wolke verteilt sich über Europa. Es ist der erste Super-Gau in der Atomgeschichte. Wie viele Todesfälle durch diesen Unfall verursacht wurden, kann man wegen der schwer zu berechnenden Langzeit-Wirkung der Strahlung nicht abschätzen.
Heute, nach 25 Jahren strömen Touristen in die Todeszone. Etwas mehr als 100 Dollar – je nach Veranstalter – kostet der Tagesausflug mit Hin- und Rückfahrt ins verstrahlte Gebiet. Ein Mittagessen inklusive… Jeder Teilnehmer muss einen Haftungsausschluss unterschreiben, denn der Besucher übernimmt selbst die Verantwortung für Risiken.
Die Touristen werden mit einem Minibus in Kiew abgeholt. Die Sperrzone beginnt bei etwa 30 km Entfernung vom Kraftwerk. Einlass bekommt man nur in Begleitung eines Officers und mit Genehmigung der Behörde, das Gebiet ist abgesperrt und von Soldaten bewacht. Danach geht die Tour in die Stadt Tschernobyl, etwa 12 Kilometer vom Kraftwerk entfernt. Ist dieser Punkt abgehakt, geht’s ans Eingemachte: die Gruppe wird zur Besucherplattform am explodierten Reaktor gefahren, gerade 300 Meter von diesem entfernt.
Die Strahlung sei laut Veranstalter nicht gesundheitsgefährdend, dennoch darf man nichts anfassen und nichts aufheben. Besonders die Pflanzen und Bäume sind extrem verstrahlt. Der beklemmendste Teil der Fahrt ist die Führung durch die Geisterstadt Prypjat, die eigens für die Arbeiter des Atomkraftwerks gebaut wurde und ehemals 50.000 Einwohner beherbergte.
Auf dem Nachhauseweg müssen sich alle Teilnehmer am Checkpoint auf Verstrahlung checken lassen. Und falls es jemanden erwischt hat, heißt es: erst mal dort bleiben!

Besonders grotesk: die ukrainische Regierung plant einen beträchtlichen Ausbau des Tschernobyl-Tourismus zur Fußball-WM 2012, die Zahl soll auf eine Million Besucher jährlich gesteigert werden.
Auch wenn ich ein Fan von gruseligen Reisezielen bin: auf die hochgradig verstrahlte Todes-Zone von Tschernobyl kann ich absolut verzichten.


