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Skull Bullet

Finstere Rituale, Seltsame Todesarten

Von Torenkisten und Narrentürmen – Der mittelalterliche Umgang mit dem Wahnsinn.

veröffentlicht am Oktober 14, 2011 von Hackbeil Harry | abgelegt unter Finstere Rituale, Seltsame Todesarten

Der Umgang mit dem Wahnsinn zur Zeit des Mittelalters lässt einem den eiskalten Schauer über den Rücken laufen. In dieser Epoche wurden geistige Störungen auf das Einwirken Gottes beziehungsweise des Teufels zurückgeführt und daher als untherapierbar angesehen. Deshalb wurden die psychisch Kranken in kleine gezimmerte Holzkisten eingesperrt, um sie von der Gesellschaft zu isolieren. Doch nicht mit jedem Irren wurde auf die gleiche Art und Weise umgegangen. Umso höher der Stand des Kranken war, desto „besser“ wurde deren Unterbringung. Während die mittellosen Verrückten in kleine Holzkisten am Straßenrand gezwängt wurden, hat man die Wahnsinnigen aus reichen Familien in sogenannte Narrentürme verlegt. Die Tatsache, dass es zur mittelalterliche Zeit sehr viele Narrenkisten und -Türme gab, lässt vermuten, dass Wahnsinnige nur in sehr seltenen Fällen umgebracht wurden. Heute vermutet man, dass die Menschen wahrscheinlich Angst davor hatten, ein eventuell göttliches Wesen zu töten.

Narrenkäfig
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2 Kommentare

  1. Kopfloser Reiter sagt:

    o____________Ô
    oha.

  2. Ayoka sagt:

    In manchen Kulturen, ich glaube u.a. in Indien, bin aber nicht sicher, wurden Menschen mit Trisomie 21 wirklich als „Götterkinder“ verehrt und stets respektvoll behandelt und umsorgt (nicht weg gesperrt). Wahrscheinlich wegen dem kindhaften, Unschuld ausstrahlenden Wesen, der meist mit Trisomie 21 einher geht (Down-Syndrom, falls jemand den anderen Begriff nicht kennt).

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