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Gruselgeschichten

Eine kleine Gute-Nacht-Geschichte

veröffentlicht am Dezember 15, 2013 von DigestedGhoul | abgelegt unter Gruselgeschichten

Es begab sich letztes Jahr an Weihnachten, dass ein Geschäftsmann verreisen musste und am Ende seiner langen Fahrt ein Hotel betrat. Er geht zur Rezeption und bittet um ein Zimmer. Glücklicherweise, trotz der Feiertage, ist noch ein letztes frei, doch warnt ihn der Concierge nicht in die Nähe des gegenübergelegenen Zimmers zu gehen.

Diesen Rat im Hinterkopf steigt er die Treppen hinauf in den zweiten Stock, folgt dem Gang und erreicht schlussendlich sein Zimmer. Die Tür gegenüber erscheint ihm vollkommen arglos und macht sich keine weiteren Gedanken über die Warnung des Angestellten.

Die Nacht bricht herein und den Mann quält die Neugier während er sich im Bett wälzt und nicht schlafen kann. „Was soll schon sein?!“ fragt er sich, steht auf und verlässt sein Zimmer, um langsam an die Tür gegenüber zu treten. Er späht durch das Schlüsselloch und erblickt ein kleines Mädchen, das weinend auf der Bettkante sitzt und die Hände vor dem Gesicht zusammengeschlagen hat. „Was soll daran schon so schlimm sein?!“ denkt er und geht zurück in sein Zimmer, in der Gewissheit seine Neugier gestillt zu haben.

Zurück im Zimmer schläft er seelenruhig ein und der nächste Tag bricht an. Er verlässt sein Zimmer, schließt die Tür hinter sich und hält kurz inne. Einmal kann er ja nochmal spähen, meint er, was ist denn schon dabei, und vielleicht weint das Mädchen ja nicht mehr. Doch dieses Mal sieht er nur rot. Ein leuchtendes, dunkles, volles rot. „Wahrscheinlich hat sie mich gehört und das Schlüsselloch zugehängt“, denkt er und geht zur Rezeption, wo ihn der Concierge bereits erwartet.

„Sie haben durchs Schlüsselloch gesehen, oder? Geben Sie’s zu!“ konfrontiert er den Mann. Er gesteht und der Angestellte beginnt zu erzählen: „Wir vergeben das Zimmer schon seit langer langer Zeit nicht mehr. Früher hat ein Mann dort einmal seine Frau und seine Tochter im Wahn ermordet und seitdem denken wir, dass es dort spukt. Das Mysteriöse ist nur, dass man die Leiche der Tochter nie gefunden hat. Bis zu seinem Tod hat der Vater immer wieder bekundet, dass er unschuldig ist und seine Tochter das alles begangen hat. Es waren etwas anders mit ihr, sagte er, ihre Augen, sie waren blutrot in dieser Nacht!“



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