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Gruselige Ausflugsziele, Mysteriöse Ereignisse, Spukorte und Mysteriöses

Gruselige Ausflusgsziele – Prag und seine Geister

veröffentlicht am März 20, 2014 von misanthrobeast | abgelegt unter Gruselige Ausflugsziele, Mysteriöse Ereignisse, Spukorte und Mysteriöses

pragPrag, die Hauptstadt der Tschechischen Republik, an der Moldau gelegen, ist nicht nur eine der schönsten Hauptstädte Europas sondern auch eine der unheimlichsten und von zahlreichen Geistern heimgesuchte Metropole. Die geschäftige und kosmopolite Stadt liegt inmitten der ruhigen böhmischen Landschaft, in der es dutzende uralte Schlösser und historische Städte gibt, deren Erscheinungsbild für Jahrhunderte nahezu unverändert geblieben ist. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass ein solch geschichtsträchtiger Ort, der Zeuge von Schlachten, Morden, Exekutionen und Attentaten sowie großen Schlüsselmomenten der europäischen Geschichte gewesen ist, einen beträchtlichen Anteil an Geistern vorzuweisen hat. Im späten Mittelalter, während der Herrschaft des Heiligen Römischen Reiches und seiner Kaiser, trug die Stellung als Kreuzung Europas dazu bei, Prags Wachstum zu einer prachtvollen Stadt zu beschleunigen, die um diese Zeit weitaus größer und wichtiger als Paris oder London war. Im 16. Jahrhundert übernahm die Habsburger Dynastie aus Österreich die Macht und baute viele der barocken Paläste und Gärten, die heutige Besucher so verzaubern, und von denen nicht gerade wenige vermuten, dass hinter dieser glänzenden Fassade viele Geheimnisse und übernatürliche Rätsel verborgen sind. Mehr über die dunkle Seite von Prag zu erfahren, ist ein faszinierender Vorgang, egal, ob sie nun an Paranormales glauben, ein Skeptiker sind, am Unerklärlichen interessiert oder einfach nur nach einem guten, alten Schrecken suchen. Die schmalen Wege, die gepflasterten Gassen, die alten Kirchen und historischen Denkmäler Prags sind voll von Geschichten über Alchimisten, Mörder, Henker und die vielen unglücklichen Seelen, die einst dort lebten. Von einigen wird berichtet, sie würden immer noch dort verweilen und wer weiß, vielleicht kann man sie tatsächlich heute noch sehen.

Prag ist eine der übernatürlichsten Städte in Europa, mit einer Geschichte, die reich ist an Magie, Mord und dem Mysteriösen. Viele Jahre lang war sie ein Anziehungspunkt für Studierende des Okkulten und im 16. und 17. Jahrhundert, während der Regentschaft von Kaiser Rudolf II., war Prag Treffpunkt für Alchimisten und Astrologen. Die Architektur der Stadt ist geprägt von esoterischen Symbolen, die demjenigen, der weiß, sie richtig zu lesen, viele Geheimnisse offenbaren können. Durch die unzähligen, dunklen und verworrenen Gassen und großen Straßenlaternen hält die Nacht schnell Einzug in der Stadt, mit tanzenden Schatten und dem deutlichen Gefühl des Fantastischen. Viele Besucher Prags sind sehr überrascht, dass die Hauptstadt der aufstrebenden und modernen Tschechichen Republik in vielerlei Hinsicht einer Stadt aus einem Märchen ähnelt, mit Schlössern und Bewohnern, die in allerlei merkwürdige Tracht gekleidet sind. Eine der beliebtesten Legenden der Stadt ist die Geschichte des Golems von Prag. Während der Herrschaft Rudolfs II. schuf der Rabbi Judah Loew den Golem zum Schutze des jüdischen Viertels und seiner Einwohner. Denn zu dieser Zeit wurde der Großteil der Juden in Prag angegriffen und sie fürchteten sich jeden Tag, bis der Golem kam. Der Rabbi Loew kreierte den Golem gemäß den Vorgaben der Kabala, die besagt, dass dieser aus Lehm von den Ufern der Moldau gemacht werden müsse. Das jüdische Golem-Monster war in der Tat so furchteinflößend und effektiv, dass die Herrscher der Stadt versprachen, der Verfolgung der Juden ein Ende zu machen, wenn der Rabbi nur seine grauenhafte Lehm-Kreation wieder deaktivieren würde. Dies hat er dann auch ordnungsgemäß getan und der Golem wandelte nicht mehr durch die nächtlichen Straßen der Stadt. Viele Menschen jedoch behaupten, dass die Geheimnisse zu seiner Erschaffung immer noch irgendwo in der Stadt versteckt sein sollen.

Im magischen Labyrinth der Prager Altstadt gab es einst einen eleganten Templer-Ritter, der auf einem anmutigen und noblen, weißen Ross ritt. Heutzutage ist dieser edle Ritter einer der beliebtesten Geister der Stadt, auch wenn er keinen Kopf hat! Der kopflose Templer erscheint mit seinem Kopf in der Hand, auf seinem treuen Hengst durch die gepflasterten Straßen reitend, und fordert die Mutigen dazu auf, ihn von seiner geisterhaften Sklaverei zu befreien. Damit der kopflose Ritter erlöst werden kann, muss eine lebende Person stark und mutig genug sein, sein Geisterpferd festzuhalten, sein Schwert zu ergreifen und es ihm in sein Geister-Herz zu stoßen. Eine der tragischeren Geistergeschichten Prags ist die der ermordeten Nonne. Als Kind eines Edelmannes verliebte sich diese unglückliche Seele tragischerweise in einen armen Ritter, der nicht ihrem Stand angehörte. Ihr adeliger Vater verbot die Ehe und als Strafe für diese unverzeihliche Sünde schickte er sie in das St. Agnes Kloster, wo sie heute noch als Spektralwesen verweilt. Wie kam es dazu? In der Nacht vor ihrer Abreise ins Kloster entschloss sie sich, ihrem Herzen zu folgen und sich mit ihrem Liebsten zu treffen. Doch sie traf nur auf ihren Vater, der sie vor lauter Wut erstach.
Die ermordete Nonne scheint allerdingsein ein sehr launisches Geisterwesen zu sein, denn an einem Abend kann sie blutüberströmt und bitterlich weinend erscheinen, während sie an anderen Abenden unglücklich Verliebte zärtlich anlächelt.

In der betörend schönen Stadt gibt es noch zahlreiche Geschichten wie diese. Sie werden dort Erzählungen von ertränkten Dienstmädchen, gefräßigen Mönchen, Wassergeistern, französischen Soldaten, bettelnden Skeletten, verrückten Barbieren und sogar eines eisernen Mannes hören. Doch vielleicht weitaus interessanter als all diese Spukgeschichten ist das Gesicht Prags selbst, welches für Kryptologen ein wahrer Traum ist, mit all seinen mysteriösen Symbolen und und uralter Ikonographie. Prag hat immer einen dunklen Schatten geworfen, wie es sich für eine Stadt gehört, die dereinst Hauptstadt der Alchimisten im 16. Jahrhundert und lange Zeit Heimstätte des immer noch nicht entzifferten Woynich-Manuskriptes und des Codex Gigas (auch als Teufels-Bibel bekannt) war. Im Jahre 1230 wurde einigen Mitgliedern des berühmten Templer-Ordens, der zu dieser Zeit bereits von der Kirche verfolgt wurde, Zuflucht in Prag geboten. Hier konnten sie anderen Orden beitreten und wurden wieder mächtig und inspirierten andere Gruppierungen wie die Johanniter. Heute können Besucher inmitten der Mala Strana (der Stadteil unterhalb der Prager Burg) über das Zeichen der Ritter-Passage am Malteszke Platz laufen, wo die Zeichen und Symbole der Templer überall in Form des Malteserkreuzes angebracht sind. Von Prag wird auch gesagt, es sei Teil des Dreieckes der Weißen Magie, zusammen mit Lyon und Turin. Zahlreiche Gargoyles und Symbole dekorieren die Häuser und geben Zeugnis von der esoterischen Natur der Stadt. Auch das Freimaurertum hat seine Spuren in Prag hinterlassen. Unzählige Freimaurer-Symbole kann man an den Fassaden der Häuser erblicken, angefangen beim allsehenden Auge bis zum Winkel und Zirkel sowie vielen Bezügen zu Sonne und Mond.
Ein Berichterstatter schrieb einst folgenden Satz über Prag in der Spätrenaissance: „Prag war glitzernd und surreal; eine Stadt wimmelnd von Alchimisten, Astrologen, Geisterbeschwörern, Wahrsagern, Künstlern, Musikern, brillianten Mathematikern und religiösen Fanatikern jeglicher Couleur.“

Worauf warten Sie also noch? Besuchen sie Prag und entdecken Sie die vielen Geheimnisse für sich selbst, wenn Sie sich trauen.



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Ein Kommentar

  1. Dinah sagt:

    Ja, in Prag spukt es wirklich…..mir und meiner Freundin hat bei Nacht und Nebel vor der St. Cyrill kirche in der Nähe des Karlsplatzes ein freundlicher junger Mann, der Ben Afflek sehr ähnlich sah, den Weg zu unserem Hotel zurück erklärt nachdem wir uns verlaufen hatten.
    Später, als wir wieder zu Hause waren, schaute ich mal eine Doku über die NS Zeit in Prag und erkannte in Jan kubis den jungen Mann, der uns den Weg erklärt hatte, genau vor jener Kirche, vor der er gestorben war, von den Nazis ermordet. Ja, in Prag spukt es, aber das war eindeutig ein guter Geist vor dem man keine Angst haben musste.

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