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Gruselige Ausflugsziele, Mysteriöse Ereignisse, Spukorte und Mysteriöses

Waverly Hills Sanatorium, Kentucky, USA

veröffentlicht am Juli 10, 2014 von Mary Sue | abgelegt unter Gruselige Ausflugsziele, Mysteriöse Ereignisse, Spukorte und Mysteriöses

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Das Waverly Hills Sanatorium, eine ehemalige Heilanstalt für Tuberkuloseerkrankte, hat seine besten Zeiten schon längst hinter sich. Die Wände sind mit Graffiti besprüht, Armaturen aus der Wand gerissen, der Boden ist übersäht mit Löchern. Anfang des 20. Jahrhunderts beherbergte das Gebäude zahlreiche Patienten, da Tuberkulose zu den gefährlichsten Krankheiten in den USA zählte und die Sterblichkeitsrate gewaltig in die Höhe trieb. Nach der Entwicklung des Antibiotikums in den 1950er Jahren wurde Waverly Hills zum Altersheim umgestaltet und eröffnete unter dem Namen Woodhaven neu. Die Umbenennung brachte den Bewohnern jedoch kein Glück: angeblich sollen sie unter schmerzhaften Experimenten gelitten haben und misshandelt worden sein. Da diese Gerüchte über die Mauern von Woodhaven hinaus gelangten, wurde der Komplex am 25. Juli 1980 geschlossen. 16 Jahre später fand das gesamte Areal einen Käufer aus Louisiana, der es vollständig abreißen und stattdessen eine große Christus-Statue aufstellen und ein Religionszentrum errichten wollte. Als die Ausschlachtung des Gebäudes dem Ende entgegen ging, hielt ihn eine einstweilige Verfügung von seinen ursprünglichen Plänen ab: das Sanatorium stand unter Denkmalschutz. Der neue Besitzer überließ die Anlage schließlich ihrem Verfall. So thront sie heute gespenstisch und von einem Wald umgeben über der Stadt, die Korridore leer, die Zimmer verwaist – jedenfalls auf den ersten Blick.
Seit der Schließung des Gebäudes 1980 gibt es immer wieder Berichte über Geister, die sich in Waverly Hills aufhalten sollen. Platz genug jedenfalls gibt es: auf fünf Stockwerken und in einem ausgedehnten Keller, in ehemaligen Laboratorien, Büros, Dunkelkammern, Kühlräumen, Bibliotheken, im Leichenschauhaus und auf Schwesternstationen können sich die Spukgestalten austoben. Die meisten Sichtungen sollen im vierten Stockwerk stattgefunden haben, wo sich der große Chirurgie-Bereich mit zwei Krankenschwesterstationen befand. Im Foyerbereich hat nachweislich eine der Krankenschwestern Selbstmord begangen.
Zum Gruseln ist auch die sogenannte Körperrutsche, ein Tunnelsystem, das ursprünglich dazu diente, Kohle und Lebensmittel einfacher vom Fuß des Hügels zum Sanatorium hinauf zu befördern. Je mehr Todesfälle es gab, desto intensiver wurde über eine andere Nutzung der Rutsche nachgedacht, die letztendlich umgesetzt wurde: das System brachte die Leichen der Patienten zu den Leichenwägen, die am anderen Ende des Tunnels warteten, um sie abzuholen. Insgesamt starben hier über 63 000 Menschen.
Bei solchen Vorgängen ist es nicht verwunderlich, dass Waverly Hills zu einem der Gruselorte schlechthin geworden ist. Interessant ist, dass sich die Berichte der Augenzeugen, die von Geistern erzählen, stark ähneln. Immer wieder sollen es Kinder sein, die im Gebäude spielen, Stimmen, die zu den Besuchern sprechen und auch das Geräusch des Leichenwagens soll von weit her zu hören sein. Besonders ein kleiner Junge, der sich im dritten Stock aufhalten soll und mit einem Ball spielt, wird immer wieder beschrieben. Kein Wunder also, dass Geisterjäger das Areal genauer unter die Lupe genommen haben. Die Ergebnisse waren die selben: unsichtbare Präsenzen warfen mit Gegenständen, Stimmen waren vernehmbar, sogar die elektronischen Geräte fielen aus. Dies ist ein Phänomen, das in Waverly Hills oft beobachtet wird. Nicht nur die Ausrüstung von Forschern oder Geisterjägern, auch Handys funktionieren plötzlich nicht mehr oder spielen verrückt.
Auch der momentane Besitzer hat das Potential seines zerfallenen Schmuckstücks für Halloween erkannt: 1999 wurde zum ersten Mal eine Halloween Party unter dem Motto „The Awakening of Waverly Manor“ gegeben, auf der Bands spielten und Touren durch den Komplex veranstaltet wurden. Auch während diesen Besichtigungen kam es laut einiger Besucher zu paranormalen Ereignissen und Geistersichtungen. Auch heute bleibt das Gebäude in Privatbesitz nicht streng verschlossen: die Louisville Ghost Hunting Society bietet auf Anfrage Rundgänge durch die möglicherweise nicht ganz so verlassenen Spuk-Korridore an.



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