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Skull Bullet

Spukorte und Mysteriöses

Winchester Haus, Kalifornien, USA

veröffentlicht am Juli 17, 2014 von Mary Sue | abgelegt unter Spukorte und Mysteriöses

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Wenn der eigene Mann ein Gewehrfabrikant ist, ist es nicht ausgeschlossen, dass man als Ehefrau Gewissensbisse bekommt und die Geister der Getöteten fürchtet. So erging es vermutlich auch Sarah Winchester, die mit dem Waffenhersteller William Winchester verheiratet war und in San Jose in Kalifornien lebte. Jedenfalls wäre ihre Angst vor der Rache der Erschossenen, wie unter den Nachbarn gemunkelt wurde, eine ausgezeichnete Erklärung für das Anwesen, das sie veranlasste, und das jeglichen Dimensionen und jedweder Maßhaltung trotzt.

Nach zwei tragischen Schicksalsschlägen, dem Tod ihrer kleinen Tochter 1866 und ihres Mannes 1881 zog sich Sarah bereits vor der Außenwelt zurück. Mit dem Bau des Hauses wurde 1884 nach Sarahs Gespräch mit einem Medium begonnen, doch es wurde nicht vor Sarahs Tod am 5. September 1922 fertiggestellt. Dieses Medium soll ihr von einem Fluch berichtet haben, der auf der Familie Winchester liege, da diese mit ihren Waffen anderen Menschen den Tod brachten, und sie angewiesen haben, für sich selbst und die Geister der Verstorbenen ein Anwesen zu errichten. Daraufhin ließ Sarah den Bau beginnen.

Insgesamt hat das Anwesen 160 Zimmer auf ursprünglich sieben Etagen, von denen heute, nach dem Erdbeben von San Francisco im Jahr 1906, noch vier erhalten sind. Die riesige Villa ist wie ein Labyrinth angelegt. Aus über 40 Schlafzimmern soll Sarah jede Nacht ein anderes ausgesucht haben, damit die vermeintlichen Geister sie nicht finden konnten. Auch diverse Geheimgänge und irreführende Türen, hinter denen sich lediglich Wände befinden, sowie Treppen, die vollkommen irrwitzige Wege gehen, ließ Sarah auf den zahlreichen Stockwerken einfügen, um die Geister auf die Falsche Fährte zu führen.
Ihr ganzes Leben lang soll sie von Geistern gequält worden sein, die sie trotz des Labyrinths immer wieder heimsuchten. Sogar das große Erdbeben von 1906 war für Sarah ein Zeichen für die Wut der Toten. Nach Sarahs Tod gaben einige Medien an, neben den Spukgestalten, die Sarah selbst beschrieben hatte, nun auch ihren Geist auf dem Anwesen wandern zu sehen.
Türknäufe sollen sich darüber hinaus von selbst drehen, Stimmen und Schritte zu hören sein und Türen selbständig aufgehen.
Nicht verwunderlich ist es bei diesen ganzen unerklärlichen Phänomenen also, dass das Haus heute der Öffentlichkeit zugänglich gemacht ist. Auch für Autoren bietet das Winchester Haus eine Inspirationsquelle: es ist die Grundlage für Stephen Kings „Haus der Verdammnis“ und das „Haus des Schreckens“ in einer Folge der Drei Fragezeichen.
Heute kann man insgesamt drei unterschiedliche Touren buchen, die es möglich machen, die Villa im Ganzen anzusehen. In einer 2 ½-stündigen, 90-minütigen oder 45-minütigen Tour wird man durch die Gänge, Zimmer und Gärten des Spuk-Hauses geführt. Dabei legen die Guides Wert darauf, einen Einblick in das damalige Leben von Sarah Winchester und ihren Angestellten zu geben. Dabei wird auch von Sarahs Beeinflussung durch das Medium erzählt und auf die Geister-Sichtungen auf dem Gelände eingegangen.
Selbstverständlich ist das Anwesen gerade zu Halloween ein wahres Kult-Reiseziel für Horror– und Grusel-Fans. Aber seien Sie vorsichtig, welche Tür Sie öffnen: sie könnte entweder ins Nichts oder geradewegs zu einem Geist führen!



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