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Spukorte und Mysteriöses

Schaurige Orte: Die wohl gruseligste Kirche Europas

veröffentlicht am Februar 21, 2015 von Irres Irrlicht | abgelegt unter Spukorte und Mysteriöses

In der tschechischen Gemeinde Luková steht eine Kirche, in der die Besucher niemals alleine sind. Die Kirchenbänke sind von vielen geisterhaften, weißen Gestalten besetzt, die dort Tag und Nacht weilen.

Die St.-Georg-Kirche wirkt schon von außen nicht gerade einladend. Verfallen und vermodert, mit abgeblättertem Putz und fehlenden Ziegeln fügt sie sich in das Bild der kargen Natur des kleinen Städtchens.

Diese Grusel-Stimmung setzt sich drinnen fort. Dort sitzen zahlreiche vermummte Gestalten, die ihre weißen Umhänge bis ins Gesicht gezogen haben. Bei näherer Betrachtung stellt man fest, dass sie gar keine Gesichter haben. Dort wo Augen, Nase und Mund sein sollten, klafft ein schwarzes Loch.

Es handelt sich bei dieser Ansammlung von Schreckgespenstern um eine Kunst-Installation des Künstlers Jakub Hadrava, der von der Gemeinde Luková gebeten wurde, die Kirche durch seine Kunst vor dem endgültigen Verfall zu retten.
Die St.-Georg-Kirche weist eine lange Geschichte vor: Erbaut wurde sie 1352 im damaligen Böhmen. Ende des 18. Jahrhunderts brannte sie aus und wurde daraufhin im neo-romanischen und neo-gotischen Stil wieder aufgebaut. Während einer Beerdigungszeremonie im Jahr 1968 stürzte das Dach ein und die Bewohner deuteten dies als göttliches, schlechtes Omen und beschlossen fortan ihre Messen außerhalb der Kirche abzuhalten. Seitdem verrottet das Gotteshaus und zerfällt außen und innen immer mehr.

Begonnen wurde die Aktion mit nur 9 Skulpturen aus Gips. Nach und nach kamen immer mehr dazu, mittlerweile sitzen in den Bänken ganze 32 vermummte Wesen. Die Figuren stellen die Geister der Sudetendeutschen dar, die vor dem Zweiten Weltkrieg in Luková lebten und jeden Sonntag zum Beten in diese Kirche kamen, erklärt der Künstler. Das Kunstwerk soll zeigen, dass das Gebäude eine Vergangenheit hat und einst zum Alltag vieler Menschen gehörte.

 

Und der Plan scheint aufzugehen. Die Besucherzahlen steigen stetig und die Menschen sind gerne bereit, für das Betrachten des Kunstwerkes einen Obolus zu zahlen. Mit dem eingenommenen Geld plant man, die Kirche wieder aufzubauen. Sowohl der Künstler als auch die Bewohner des Ortes sind guten Mutes, dass sich die Installation bezahlt machen wird.

gesichtloser_geist



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