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Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Spukorte und Mysteriöses

10 mutmaßliche Geistersichtungen und ihre bizarren Folgen – 10. Der Fall Booty gegen Barnaby

veröffentlicht am Juli 15, 2015 von misanthrobeast | abgelegt unter Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Spukorte und Mysteriöses

horror_geist_halloween_deko_weiss_haengedeko_haengedekoration_halloween_accessoire_zubehoer_deko_party-48932Der letzte Beitrag unserer Reihe über Geistersichtungen und ihre bizarren Folgen behandelt einen kuriosen Justizprozess, der üble Nachrede gegenüber einem Geist! zum Inhalt hatte.

Würde man sich durch Berge aus Jahrhunderten von Gerichtsakten wühlen, hätte man es mit Sicherheit schwer, einen ungewöhnlicheren Fall als den von „Booty gegen Barnaby“ zu finden. Einige der Details sind unbekannt (z.B. die Vornamen der Beteiligten) und das Ganze klingt einfach zu unglaublich, um wahr zu sein. Doch es wurde tatsächlich ein offizieller Auszug in den Aufzeichnungen des „Court of the King’s Bench“ aus dem Jahre 1688 gefunden. Die Geschichte beginnt damit, dass ein Kapitän zur See namens Barnaby und seine Crew am 15. Mai 1687 gerade auf Hasenjagd auf der italienischen Insel Stromboli waren. An jenem Nachmittag sahen sie einen Mann, der von einer schwarzen Gestalt quer über die Insel gejagt wurde. Barnaby erkannte in dem Mann Mr.Booty, seinen Nachbarn aus Gravesend, England. Die beiden Gestalten rannten nun auf den Vulkan zu und verschwanden auf mysteriöse Art in einer Art von Flammen.

Monate später kehrte Barnaby nach England zurück und war schockiert, zu erfahren, dass Mr. Booty zur exakt selben Zeit gestorben war, als er ihn auf Stromboli gesehen hatte. Barnaby kam zu der Überzeugung, dass er den Geist von Mr. Booty gesehen hatte als dieser in die Flammen der Hölle getrieben wurde. Seine Geschichte verbreitete sich schnell in der Stadt, doch Barnaby erhielt eine böse Überraschung, als er herausfand, dass die Witwe des Verstorbenen, Mrs. Booty, ihn wegen übler Nachrede angeklagt hatte. Offensichtlich gefiel es ihr ganz und gar nicht, dass der Kapitän Gerüchte verbreitete, ihr verstorbener Ehemann wäre in die Hölle verdammt worden. Unglaublich aber wahr. Dieser unfassbare Fall wurde tatsächlich am Oberen Gerichtshof des Königs angehört. Barnaby hatte den Vorfall auf Stromboli im Tagebuch des Schiffes festgehalten und mindestens 30 andere Zeugen konnten die Ereignisse bestätigen. Viele der Zeugen sagten aus, dass Mr. Booty die gleiche Kleidung zu tragen schien, die er im Augenblick seines Todes anhatte. Das Gericht kam nun zu der Schlussfolgerung, dass 30 Zeugen sich nicht hätten irren können. Sie entschieden zugunsten Barnabys. Mrs. Booty verlor den Fall.

Heute wäre solch ein Justizprozess absolut undenkbar, doch im 17. Jahrhundert war der Glaube der Menschen an Himmel und Hölle noch viel stärker und fester Bestandteil ihrer Welt.

Diese außergewöhnliche Reihe hat gezeigt, dass Geistersichtungen und –erscheinungen auch weitreichende Folgen haben können, die bis hin zu Gerichtsverhandlungen und Todesurteilen reichen.

Was Sie nun davon glauben oder nicht, bleibt natürlich ganz Ihnen überlassen. Doch zumindest zeigen die beschriebenen Fälle, dass sich die Menschen mit dem Tod auseinandersetzen.

Und wer weiß? Vielleicht gibt es ja ein Leben danach.



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