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Erschreckende News, Sonstiges von Angst bis Zombie

10 berüchtigte und entsetzliche Mordhäuser – 3. Das Mordhaus von John Christie

veröffentlicht am November 29, 2015 von misanthrobeast | abgelegt unter Erschreckende News, Sonstiges von Angst bis Zombie

Halloween-Herrenkostuem-schwarz-rot-kostuem-herren-halloweenkostuem-horror-moerder-verkleidungDas Mordhaus, welches uns heute in unserer Reihe „10 berüchtigte und entsetzliche Mordhäuser“ beschäftigen soll, gehörte dem britischen Serienkiller John Christie.

Die Geschichte von Christie ist ein ganz besonderer Fall, ist sie doch mit einem schrecklichen Justizirrtum verbunden. Christie wurde 1899 in Großbritannien geboren und wies im Verlaufe seines Lebens verschiedene Anzeichen von Geisteskrankheit auf. Er beging kleine Verbrechen, täuschte Krankheiten vor, um Aufmerksamkeit zu erregen (Hypochondrie) und bevorzugte die Gesellschaft von Prostituierten, bei denen er jedoch nachweislich als impotent galt.

Christie und seine Frau Ethel zogen im Jahre 1938 in eine Wohnung im dreigeschossigen Haus in der Rillington Place 10 im Londoner Stadtteil Notting Hill. Das Gebäude war jedoch eine baufällige Absteige aus Ziegelsteinen, mit nur einem Badezimmer für alle Bewohner. Im Jahre 1943 begann Christie mit seiner Mordserie. Sein erstes Opfer war eine Prostituierte namens Ruth Fürst, die er während des Geschlechtsverkehres erwürgte. Da es sich um sein erstes Opfer handelte und er diesbezüglich noch „unerfahren“ war, verstaute er die Leiche zunächst unter dem Dielenboden seines Wohnzimmers. Doch erwartungsgemäß begann der Leichnam zu stinken, weshalb er sich entschied, ihn im Garten zu vergraben.

Sein nächstes Opfer war eine Arbeitskollegin namens Muriel Eady. Sie litt an Bronchitis und Christie gelang es wohl irgendwie, sie davon zu überzeugen, dass er bei sich zu Hause ein „Heilmittel“ dagegen hätte. Doch dieses Mittel war ein Betäubungsgas, dessen Geruch er mit einer Salbe übertünchte. Als die Frau ohnmächtig wurde, vergewaltigte und erwürgte er sie. Er begrub sie neben der Leiche von Fürst ebenfalls im Garten.

Als wäre das nicht schon abscheulich genug, so waren es Christies nächste Opfer, die eine Schockwelle durch das gesamte britische Königreich sendeten. 1949 ermordete er seine Nachbarin Beryl Evans und deren kleine Tochter Geraldine und versteckte die Leichen im Waschhaus. Doch die Polizei beschuldigte Beryls Ehemann Timothy. Dieser war Analphabet und geistig zurückgeblieben. Nachdem die Polizei immensen Druck auf ihn ausübte und ihn förmlich zum Geständnis zwang, gab er die Morde schließlich zu. Bei einer Untersuchung des Grundstückes fand man allerdings auch Reste von anderen menschlichen Knochen, die jedoch unerklärlicherweise nicht beachtet wurden. Timothy Evans wurde schließlich des zweifachen Mordes für schuldig befunden und am 9. März 1950 gehängt. Christie gestand die Morde bei seiner eigenen Verhaftung und Evans wurde später posthum begnadigt. Dieser extreme Fall von Justizirrtum war ein Hauptgrund für die Abschaffung der Todestrafe in England im Jahre 1964.

Doch bevor Christie verhaftet wurde, ermordete er noch seine eigene Ehefrau, die er im Dezember 1952 erwürgte. Und zwischen Januar und März 1953 fielen ihm weitere drei Frauen zum Opfer, die ebenfalls nach seinem bekannten Muster des Betäubens mit Gas, Vergewaltigung und Strangulation getötet wurden. Er mauerte ihre Leichen im Alkoven seiner Küche ein und tapezierte diesen Bereich neu. Einige Wochen danach vermietete er sein Apartment unter und zog aus. Der Nachmieter Beresford Brown war nicht zu beneiden. Denn er fand beim Renovieren der Mordwohnung die eingemauerten Leichenreste.

Daraufhin begann eine stadtweite Jagd auf den Mörder Christie und man verhaftete ihn schließlich am 31. März 1953. Er gestand ganze 7 Morde, obwohl er dabei den Kindsmord an der kleinen Geraldine leugnete. Er plädierte auf Unzurechnungsfähigkeit, wurde jedoch zum Tode verurteilt. Ironischerweise war der Henker Albert Pierrepoint derselbe, der auch schon den unschuldigen Timothy Evans gehängt hatte. Als man Christies Hände bei seiner Hinrichtung fesselte, beklagte sich dieser bei Pierrepoint, dass seine Nase jucken würde, woraufhin der Henker antwortete: „Das wird sie nicht mehr lang stören.“

Das Mordhaus in der Rillington Place 10 wurde in Ruston Close umbenannt und es lebten weiterhin Menschen dort. Diese weigerten sich, auszuziehen, als im Jahre 1970 eine Filmcrew um Erlaubnis bat, dort einen Film drehen zu dürfen. Jedoch wurde die gesamte Straße kurz darauf abgerissen.

Im nächsten Post soll uns das Mordhaus der Gertrude Baniszewski beschäftigen, in dem ein junges Mädchen monatelang gequält, gefoltert und schließlich ermordet wurde.



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