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Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike – 1. Die Gidim

veröffentlicht am November 7, 2015 von misanthrobeast | abgelegt unter Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

weisser_schattengeist_untoter_seelenloser_halloween_deko_halloweenparty_party_shop_dekorieren_online-54588Geistergeschichten haben die Menschheit seit Generationen in ihren Bann gezogen. Doch in der Antike handelte es sich dabei nicht um Gruselstories, die man sich zur Unterhaltung an einem Lagerfeuer erzählte. Für die Menschen der Antike waren Geister eine reale, mächtige und oftmals tödliche Bedrohung. Sie waren nicht nur für Spuk und Heimsuchungen verantwortlich sondern gar in der Lage, eine Person krank zu machen oder einen tödlichen Fluch weiterzugeben. Manchmal bedeutete ihre Existenz Bestrafung für die Dinge, die wir Menschen im Leben tun.
Die folgende Beitragsreihe nun berichtet von 10 furchterregenden Geistergeschichten aus der alten Welt, die Ihnen das Blut in den Adern gefrieren lassen.

1. Die Gidim

Im alten Mesopotamien waren die Lebenden und die Toten eng miteinander verbunden. Man glaubte, dass die Sterblichkeit eines der prägendsten Merkmale der Menschen war. Jeder, der jung starb, war von den Göttern verflucht worden. Diejenigen, die gesund waren, wurden von wohlwollenden Geistern beschützt. Wenn dieser Schutz jedoch endete, bedeutete dies auch das Ende des Lebens.

Wenn ein Mensch nun starb, wurde er zu einem „Gidim„, einem Totengeist. Dieser Geist war eine schattenhafte Kreatur, die mitunter Freunden, der Familie und den Lieben erschien und die man dabei immer als die Person erkennen konnte, die sie im Leben gewesen war. Jedoch erschienen die Gidim niemals zufällig. Sie konnten allerdings auch von den Lebenden herbeigerufen werden.

Grabstätten in Mesopotamien waren mehr als nur ein Ort, an dem man die sterblichen Überreste für den Übergang in das Leben nach dem Tod begrub. Die Leichname wurden umsorgt, falls man sie dafür benötigte, einen Gidim zurück aus der Unterwelt zu rufen. Wir wissen heute leider nicht mehr, wie der ordnungsgemäße Ablauf eines Begräbnisses aussah, doch man geht davon aus, das dieser je nach sozialem Rang der verstorbenen Person anders aussah. Könige und Königinnen hatten sicher längere Trauerphasen als Normalsterbliche und ihre Grabmäler wurden oftmals als „Paläste der Ruhe“ oder „Häuser der Ewigkeit“ bezeichnet.

Die Existenz der Gidim im Jenseits war eine trostlose und es oblag den Lebenden, sich um die Toten zu kümmern. Denn ohne Gaben der Lebenden waren die Gidim dazu verdammt, ewigen Durst zu leiden, während das Essen im Jenseits bitter und fast ungenießbar war. Einige Geistergeschichten erzählen von Gidim, die sich von nichts anderem als Staub ernähren und in einem Reich leben, welches von Königin Ereshkigal und ihrem Gemahl Nergal regiert wird.

Eine solches Leben nach dem Tode klingt nun wirklich mehr als düster und man möchte sicher nicht so enden.

Der nächste Post erzählt von den Geistern der alten Assyrer, die die Lebenden heimsuchten und manchmal nur durch Exorzismen wieder vertrieben werden konnten.



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