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Finstere Rituale, Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike – 2. Assyrische Exorzismen

veröffentlicht am November 8, 2015 von misanthrobeast | abgelegt unter Finstere Rituale, Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

In unserem heutigen Beitrag der Reihe „10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike“ soll es um die alten Assyrer und ihre Geister gehen, die mitunter nur durch Exorzismen und seltsame Rituale wieder vertrieben werden konnten.

Die Assyrer, welche im 2. Jahrtausend vor unserer Zeit im nördlichen Mesopotamien lebten, glaubten an eine Fülle von übernatürlichen und halbmenschlichen Wesen, die in den Häusern der Lebenden umhergingen. Man glaubte überdies auch, dass jeder Mensch, der nicht ordnungsgemäß begraben wurde, als Geist wiederkehren und die Lebenden heimsuchen würde. Einen unbegrabenen, unvorbereiteten Leichnam anzuschauen, ermöglichte es der Seele des/der Verstorbenen, in den Körper einer lebenden Person einzudringen. Doch auch in ihrer geisterhaften Form konnten die Verstorbenen sehr aufdringlich werden. Man glaubte, dass die Toten den Lebenden die Lebensenergie rauben würden und übte sehr merkwürdige Rituale aus, um die geisterhaften Präsenzen wieder loszuwerden.

weisser_schattengeist_untoter_seelenloser_halloween_deko_halloweenparty_party_shop_dekorieren_online-54588In einigen Fällen wurden die Heimgesuchten gebadet oder der Leichnam des/der Toten, den man für die Ursache der Heimsuchung hielt, wurde standesgemäß beerdigt. In anderen Fällen wurde ein Ritual in Verbindung mit dem Gott Shamash ausgeübt. Dabei wurde der Geist vom Schamanen befragt, wieso er zurückgekehrt sei und warum er eine bestimmte Person gezielt heimsuche. Dann wurden Mehl und Hefe im Horn eines Ochsen vermischt und mit einem Trank im Namen des Gottes Shamash verrührt. Schlussendlich wurde die Mixtur in den Huf eines dunkelfarbenen Ochsen gefüllt und sollte damit den Geist zurück ins Jenseits befördern.

Doch Shamash für solch ein Ritual zu beschwören, war keine einfache Bitte. Als eine der drei Hauptgottheiten Mesopotamiens gebot er am Tage über die Sonne und in der Nacht über die Unterwelt. Man glaubte außerdem, dass er es war, der König Hammurabi die berühmten Rechtssprüche, die heute als Codex Hammurabi bekannt sind, übermittelte.

Ein weiterer assyrischer Glaube beschrieb Geister als die Vorboten des Todes, der Zerstörung und der Tragödien dar. Wenn ein Geist den Lebenden erschien, würde das Haus, welches er heimsuchte, wenig später zerstört. Wenn er zu den Lebenden sprach, dann würden diejenigen, die dies hörten, bald danach ebenfalls sterben.

Im nächsten Beitrag lesen Sie über die Geister von Dämonen und Kinderlosen im alten Babylonien.



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