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Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike – 3. Die Geister der Babylonier

veröffentlicht am November 10, 2015 von misanthrobeast | abgelegt unter Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

weisser_schattengeist_untoter_seelenloser_halloween_deko_halloweenparty_party_shop_dekorieren_online-54588Der dritte Beitrag unserer Reihe „10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike“ führt uns heute in das alte Reich der Babylonier, deren Geister und Dämonen gänzlich anders beschrieben werden als die Spukgestalten der modernen Geisterüberlieferung.

3. Die Geister der Babylonier

Im alten Babylonien glaubte man, dass Geister, den Lebenden gleich, durch die Nacht wandelten. Sie waren also keine ätherischen, körperlosen Gestalten, an die wir denken, sobald jemand den Namen „Geist“ erwähnt. Außerdem glaubten die Babylonier, dass Geister die Körper lebender Tiere besetzen konnten und Geister von Dämonen dabei die besondere Affinität hatten, die Körper von Vögeln in Besitz zu nehmen. Böse Geister besetzten wilde Hunde und Löwen, die daraufhin den Drang verspürten zu jagen – manchmal sogar Menschen.

Einer der meistgefürchteten und stärksten Geister Babyloniens war der einer Frau, die während der Geburt gestorben war und nun wahnsinnig vor Kummer dazu verdammt ist, die Nacht bis ans Ende der Zeit zu durchwandeln. Ähnlich verdammt waren auch diejenigen, die kinderlos starben, egal ob nun Mann oder Frau. Auch sie waren verflucht, durch die Dunkelheit zu wandeln und dabei ihr Leid zu klagen.

Um sicherzustellen, dass die Seelen der verstorbenen Eltern, Großeltern und anderen Verwandten ihre Ruhe finden konnten, ließen die Familien – traditionsgemäß der älteste Sohn – Essen und Trinken für die hungrigen und durstigen Geister zurück. Die kinderlosen Gespenster jedoch waren dazu gezwungen, Häuser heimzusuchen und die Straßen zu durchqueren, immer auf der Suche nach irgendetwas, um ihren unendlichen Appetit zu stillen.

Das nächtliche Babylonien war ein schreckenerregender Ort mit vielen Todesarten, die die Seele der verstorbene Person dazu zwangen, in der Welt der Lebenden zu verweilen und leerstehende Häuser heimzusuchen, die Körper nachtaktiver Tiere zu besetzen und Jagd auf die Unglücklichen zu machen, die des Nachts unterwegs waren. Die Nachtzeit-Geister waren die Seelen jener, die in der Wüste gestorben waren und deren Überreste nicht begraben wurden, deren Leben verfrüht auf brutale Art beendet wurde, die als Gefangene exekutiert wurden oder die auf dem Schlachtfeld fielen und unbegraben der Verwesung ausgeliefert waren.

Im nächsten Beitrag lesen Sie von den Geistergeschichten des römischen Senators Plinius, des Jüngeren.



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