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Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike – 4. Die Geistergeschichten Plinius‘ des Jüngeren

veröffentlicht am November 12, 2015 von misanthrobeast | abgelegt unter Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

fw91013gf_schreiender_geist_in_ketten_halloween_haengedeko_gespenst_weiss_schwarz_91cm_partydeko_online_shop_guenstig_ka-63956Der heutige Post unserer Reihe mit dem gruseligen Thema „10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike“ widmet sich heute den Geister-Stories von Plinius dem Jüngeren.

Plinius der Jüngere war ein römischer Senator und Sohn eines Ritters, geboren im Jahre 62 vor unserer Zeit. Er lebte während der tyrannischen Herrschaft Neros, wurde von einigen der brilliantesten Köpfe des alten Rom unterrichtet und hinterließ unter seinen zahlreichen Schriften auch mehrere Geistergeschichten.

Im einer Erzählung berichtet er von Curtius Rufus, einem Bediensteten eines römischen Gouverneurs in Afrika. Eines nachts war Curtius spazieren als ihm das geisterhafte Gesicht einer wunderschönen Frau erschien und ihm sagte, dass sie ein mächtiger Geist sei, der über ganz Afrika wache. Sie berichtete ihm von seiner Zukunft, enthüllte ihm, dass er nach Rom zurückkehren, in eine hohe Position befördert und letztendlich auf römischem Boden sterben werde. Letztlich erreichte er den vorhergesagten Ruhm und als er nach Karthago zurückkehrte, sah er den Geist erneut bevor er eine Krankheit bekam, die zu seinem Tod führte und somit der Rest der Prophezeiung erfüllt wurde.

Dann erzählt Plinius die Geschichte eines berühmt-berüchtigten Hauses in Athen, in dem niemand leben konnte. Jede Nacht hörte man die schrecklichsten Geräusche aus dem Gebäude. Da waren rasselnde Ketten, die immer näher und näher kamen, wenn jemand an dem Haus vorbeiging und lauschte. Diejenigen, die versucht hatten, in dem Haus zu leben, wurden oft von der geisterhaften Erscheinung eines alten Mannes geweckt, der schmutzig und zerzaust aussah und mit vielen Ketten beladen war. Seine Präsenz war sogar am Tage spürbar und schon bald darauf war das Haus menschenleer und nur der Geist blieb zurück.

Doch trotzdem versuchten die Besitzer, Geld mit dem Grundstück zu verdienen. Als eines Tages der griechische Philosoph Athenodorus nach einer Bleibe suchte, mietete er das Spukhaus, obwohl er von der Geschichte des Geistes gehört hatte. Athenodorus richtete sich im Haus ein Büro ein und arbeitete die Nacht durch. Mitten in der Nacht plötzlich erfüllte das Geräusch von rasselnden Ketten das Haus. Der Geist erschien, lockte ihn und Athenodorus folgte ihm.

Der Geist führte den Philosophen, die Ketten hinter sich herziehend, durch das Haus und verschwand plötzlich. Athenodorus markierte die Stelle, an der der Geist verschwand. Am nächsten Morgen ließ er bei der Stadtverwaltung eine Ausgrabung im Haus veranlassen. Als die Männer gruben, fanden sie das Skelett eines Mannes, der offenbar schon lange tot war und in Ketten eingepackt. Nachdem man den Leichnam angemessen begraben hatte, hörte der Spuk auf und der Geist konnte endlich seine langersehnte Ruhe finden.

Lesen Sie im nächsten Beitrag von Geistern, die für die Lebenden gefährlich und manchmal sogar tödlich sein konnten.



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