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Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike – 5. Tödliche Geister

veröffentlicht am November 14, 2015 von misanthrobeast | abgelegt unter Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

weisser_schattengeist_untoter_seelenloser_halloween_deko_halloweenparty_party_shop_dekorieren_online-54588Der heutige Post aus unserer Reihe „10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike“ berichtet von babylonischen Geistern, deren Erscheinen mit seltsamen Krankheiten und sogar dem Tod verbunden war.

Im alten Babylonien konnte das Erblicken eines Geistes regelrecht tödlich sein. Denn mesopotamische Tontafeln aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeit berichteten sehr detailliert von Krankheiten und Unglück, die im Zusammenhang mit der sogenannten „Hand der Geister“ standen.

Hand der Geister“ scheint sowohl auf die Krankheit per se als auch auf die Art und Weise hinzudeuten, wie diese „übertragen“ wurde. Die tödlichsten Krankheiten, so glaubte man, wurden von den Geistern derjenigen verbreitet, die durch Ertrinken, Selbstmord oder Mord ums Leben kamen. Wenn ein Familienmitglied auf solch eine Art und Weise starb, war dies Grund genug zur Sorge wegen der Verbindung der Blutsverwandten im Leben als auch im Tod. Oft wurden gewisse Leiden damit verbunden, wie eine Person ums Leben gekommen war. Zum Beispiel wurden diejenigen, die an Asthma oder litten oder Schwierigkeiten mit dem Atmen hatten, vom Geist eines Menschen berührt, der ertrunken war.

Das angeblich erste Anzeichen einer geisterhaften Präsenz war ein Klingeln in den Ohren. Denn Augen und Ohren wurden als verletzlichste Teile des menschlichen Körpers betrachtet. Wenn man also mit Kopfschmerzen und einem steifen Nacken aufwachte, wurde man höchstwahrscheinlich des Nachts von einem Geist besucht. Man glaubte auch, dass Geister über Träume versuchten, mit den Lebenden in Kontakt zu treten. Deshalb mussten die Träume, die von Toten handelten – ganz besonders luzide Träume – mit ordnungsgemäß vorbereiteten Elixieren und Glücksbringern bekämpft werden.

Die Rituale, um jemanden von den „Händen der Geister“ zu befreien, waren sehr intensiv und konnten bis zu 6 Tage dauern. Oft wurden Opfergaben an die Toten und den Sonnengott gemacht. Dieser sollte die Geister davon abhalten, weiter mit den Lebenden zu interagieren. Der Körper und das Haus des Heimgesuchten wurden geheiligt und mit Ölen gereinigt, während dabei immer wieder Beschwörungen wiederholt wurden, die den Einfluss des Geistes auf den Verstand beseitigen sollten.

In ganz extremen Fällen, wenn die Symptome darauf hindeuteten, dass der Geist jemanden unnachgiebig verfolgte, konnten die Rituale auch eine ziemlich vehemente Praktik beinhalten.
Man schnitt die Schläfe der betroffenen Person auf und ließ das Blut herausfließen. Dabei musste die Person sich innerhalb der geschützten Mauern eines Tempels befinden, der nach Norden ausgerichtet war.

Im nächsten Beitrag berichten wir von den römischen Geistern der Toten – den sogenannten Manen.



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