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Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike – 6. Die römischen Manen

veröffentlicht am November 16, 2015 von misanthrobeast | abgelegt unter Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

Unser heutiger Beitrag der Reihe „10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike“ führt uns ins alte Rom und zu den sogenannten Manen – den Geistern der Toten.

 

weisser_schattengeist_untoter_seelenloser_halloween_deko_halloweenparty_party_shop_dekorieren_online-54588Im römischen Reich beinhalteten die lateinischen Inschriften auf Grabsteinen oft die Worte „DIS MANIBUS„, was soviel bedeutet wie „den Totengeistern„. Man nimmt von den Manen an, dass sie bis in die Anfänge des römischen Imperiums zurückreichen. Obwohl sie in römischen Texten zahlreiche Erwähnung fanden, sind sie eher schwer zu definieren, da sich religiöse Ansichten ständig veränderten. Ursprünglich als die Geister von vergötterten Vorfahren betrachtet, sind die Manen eine Mischung aus Geistern und Göttern.

Um die Manen zu verstehen, müssen wir die modernen christlichen Ansichten beiseite legen und die Totenverehrung unvoreingenommen betrachten. Indem man die Vorstellung eines Lebens nach dem Tod entfernt und in eine vorchristliche Welt zurückkehrt, verwandeln sich die Manen in eine Art Gott für Jedermann. Während im alten Rom die staatlichen Götter in Tempeln verehrt wurden und dies nur von staatlich genehmigten Priestern ausgeübt werden durfte, verehrte man die Manen zu Hause.

 

Sie waren die Geister von kürzlich verstorbenen Familienmitgliedern, die im Haus verweilten, um die lebenden Angehörigen zu beschützen und ihnen Unterstützung und Anleitung zu geben. Die Manen waren somit individuelle Geister, die im Prinzip Göttern ähnlich handelten, doch auf einer individuelleren Ebene.

Die Verehrung der Manen war im Übrigen sogar vererbbar. Denn wenn eine Person starb und ihren weltlichen Besitz an ein Kind oder eine andere Person außerhalb der Familie vererbte, dann erbte diese Person auch den Geist des/der Verstorbenen. Manchmal sogar erbte ein Gläubiger neben dem Vermögen des Schuldners auch dessen Manen. Dies verpflichtete den Gläubiger, die Manen so zu verehren, als wären sie einst sein eigen Fleisch und Blut gewesen.

Lesen Sie beim nächsten Mal von den sogenannten Banshees – den Geistern von Frauen, die den Namen der Person schrien, die als nächstes sterben würde.



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