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Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike – 9. Die Haugbui und andere Geister nordischer Mythologie

veröffentlicht am November 22, 2015 von misanthrobeast | abgelegt unter Gruselgeschichten, Mysteriöse Ereignisse, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

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Unser heutiger Beitrag der Reihe „10 Schreckenerregende Geistergeschichten aus der Antike“ führt uns in die nordische Sagenwelt und ihre Geistergeschichten, die sich im Wesentlichen von den Überlieferungen anderer Länder unterscheiden.

In alter isländischer und norwegischer Folklore werden Geister im Hinblick auf ihre Form anders definiert als im Rest der Welt. Die wohl bekannteste Geisterart ist wohl der sogenannte „Draugr„, ein nach dem Tod weiterlebender Leichnam, der seine Grabstätte verlässt und daraufhin ruhelos umherwandelt. Eine weitere Geisterart, die ebenfalls wie der Draugr in physischer Form nach dem Tod weiterexistierte, ist der Haugbui. Doch im Gegensatz zum Draugr ist der Haugbui an seine Grabstätte gebunden. Doch wenn jemand es wagte, die Totenruhe zu stören oder gar versuchte, das Grab zu plündern, so zog er den Hass des Haugbui auf sich.

 

 

Die Haugbui werden in den großen nordischen Sagas regelmäßig erwähnt. Damit die Toten nicht als Draugr oder Haugbui zurückkehrten, wurden von vielen Menschen im Norden Vorkehrungen getroffen, dass die Toten in Frieden ruhen konnten. Zum Beispiel wurden bei Leichen die großen Zehen zusammengebunden, Nadeln in die Fußsohlen gesteckt oder geöffnete Scheren auf der Brust platziert.
Da die Begräbnisvorbereitungen zumeist in den Häusern stattfanden und man darum wusste, dass Geister nur durch die Tür wieder in ein Haus zurückkehren konnten, durch die sie gegangen waren, wurden sogenannte „Leichentüren“ gekennzeichnet, die man nach dem Hinaustragen des Leichnames sofort versiegelte und nie wieder benutzte.

Andere isländische Geister werden auf ähnliche Art beschrieben. Der Utburd war der Geist eines Säuglings, der Fepuki ein Geist, der nicht ruhen konnte und immer wieder zu dem Geld zurückkehrte, welches er in seinem Leben angesammelt hatte und die Skotta war ein boshafter, potentiell gewalttätiger, weiblicher Geist. Die Fylgja war ein weiblicher Geist, der einer bestimmten lebenden Person folgte und diese schützte. Und schließlich war Vokumadur der Name, den man Toten gab, die als erstes auf einem neugegründeten Friedhof begraben wurde. Laut Legenden und Sagen beschützt dieser Geist den Friedhof und seine zukünftigen Bewohner, während sein Körper niemals verwest.

Im nächsten und letzten Beitrag soll es um die Geister des keltischen Totenkultes gehen.



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