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Medien, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

Geisterspuk am Horrorfilm-Set Teil 3

veröffentlicht am Februar 9, 2016 von Irres Irrlicht | abgelegt unter Medien, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

80_543499_sack_mit_knochen_halloween_party_deko_set_beige_12_teilig_partydeko_skelett_online_shop_guenstig_kaufen_790340-60723Im dritten Teil der Reihe geht es um den Found-Footage-Klassiker „Blair Witch Project“ aus dem Jahr 1999. Die Hauptdarsteller Heather Donahue, Josh Leonard und Michael Williams waren die meiste Zeit selbst mit einer wackeligen Handkamera unterwegs. Ein Profi-Kameramann befand sich trotzdem mit am Set. Sein Name war Neal L. Fredericks und er kam fünf Jahre nach dem Projekt bei den Dreharbeiten zu seinem neuen Film „Cross Bones“ ums Leben; die Todesursache war ein Flugzeugabsturz. In „Blair Witch Project“ vermischten sich Fakten und Fiktion schon vor dem Start des Filmdrehs.

Der Mythos wird gestützt von Zitaten von Journalisten, Zeitungsberichten und Aussagen von Ermittlern, die an den Vorfällen arbeiteten. Einer dieser Berichte stammt aus dem Tagebuch von Frederick Peterson, Reporter der Baltimore Sun, der über den Fund der Leichen berichtet. Dieser schrieb:

Der Boden der Höhle war sorgfältig von Gesteinsbrocken befreit worden, sodass sich aus der ebenen, dunklen Erde ein perfekter Kreis ergab. Die Arme über die Köpfe erhoben waren die Männer zusammengebunden, ähnlich den verdrehten Wurzeln eines Baumes in schwerem Lehmboden. Ihre Körper waren in der Form eines Dreiecks zusammengelegt, wobei die Hände eines Mannes jeweils die Füße eines anderen berührten. Die Seile an den Extremitäten waren fest im Boden verankert. Wer auch immer das getan haben mochte, seine Absicht, die Opfer in ihrer Bewegung einzuschränken, schien offensichtlich. Was ich dann entdeckte, war so entsetzlich, dass mir der Atem stockte.

Dieser Anblick, zusammen mit dem unerträglichen Verwesungsgeruch, ließ meine Begleiter in den Wald zurückweichen, um ihre rebellierenden Mägen zu erleichtern. Ich fürchte, mich hätte das gleiche Schicksal ereilt, wenn ich nicht zuvor Zeuge der Gräuel in Mexiko gewesen wäre. Aber trotzdem ließ dieser Anblick mich erstarren. Ihre Bäuche waren aufgerissen; ein dunkles Loch in den Eingeweiden, dort wo früher einmal der Platz für die Innereien gewesen war. Aus den klaffenden Wunden hingen die Gedärme wie eine Nabelschnur heraus und verbanden jeden der Männer mit dem Klumpen ihrer gesammelten Eingeweide in der Mitte des Dreiecks. Die Innereien waren in Form eines komplizierten Musters zusammengeschnürt: eine makabre Zurschaustellung von Webkunst. Im Moment des Todes eingefroren, erzählte das Gesicht jedes Einzelnen das letzte Kapitel der grausigsten aller Geschichten. Die Todesangst in ihren Augen, ihre zusammengepressten Lippen; die Männer mussten offensichtlich während dieser sadistischen Zeremonie noch am Leben gewesen sein. Gott sei ihren Seelen gnädig.“

Aufgrund solcher oder ähnlicher Berichte ist der Blair-Witch-Kult weiterhin im vollen Gange. Wer nun die Wahrheit über diese Vorfälle sagt, bleibt unklar. Nicht zuletzt die Medien und die Filmproduzenten machten aus den angeblichen Geschehnissen eine effektive Einnahmequelle.

Sicher ist, dass die Darsteller des ersten Teils alleine, nur mit Kameras, in die Wälder geschickt wurden. Die dabei auftretenden psychischen und physischen Strapazen bestärkten den dokumentarischen Charakter des Films. Die Namen der Personen im Film wurden nicht geändert, es handelt sich um die bürgerlichen Namen aller Beteiligten. Es gab parallel zum Filmstart eine vom Team ins Leben gerufene Internetseite, auf der die Filmarbeit öffentlich nachvollzogen werden konnte, was für zusätzliche Authentizität sorgen sollte. Dennoch wurde immer wieder klargestellt, dass es sich um eine grundlegend erfundene Story  handelt.

Den Mythos um die Hexe gab es bereits lange vor Filmdreh. Die Macher des Films sprechen allerdings in einigen Interviews deutlich davon, Urheber der Geschichte um das Buch „The Blair Witch Cult“ zu sein.

Mittlerweile werden im Internet ja sogar sogenannte „Blair-Witch-Hunts“ organisiert, die es Fans und Interessierten ermöglichen, eine Expedition in die Wälder am „Coffin Rock“ durchzuführen. Was es dort zu sehen gibt, können wohl nur die Teilnehmer berichten.

 



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