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Halloween Buch- und Filmtipps, Medien

Das Baumhaus – Betreten verboten!

veröffentlicht am März 17, 2016 von Irres Irrlicht | abgelegt unter Halloween Buch- und Filmtipps, Medien

baumhauszur Handlung:
Die Brüder Killian (J. Michael Trautmann) und Crawford (Daniel Fredrick) sind des Nachts in den Wäldern unterwegs, als sie auf ein verstecktes Baumhaus stoßen. Im Inneren machen sie eine grausame Entdeckung: Elizabeth (Dana Melanie), ein Mädchen, das bereits seit mehreren Tagen als vermisst gilt, ist schwer verletzt in der Hütte gefangen. Den beiden Jungs wird klar, dass es sich sich bei dem Versteck um den Folterort eines psychopathischen Mörders handelt, der seit einer Weile sein Unwesen in ihrer Stadt treibt. Das verstörte Mädchen ist nicht fähig, zu erzählen, was ihm widerfahren ist, doch sie erwähnt ein „Ding“, das ihren Bruder entführt hat. Crawford bricht daraufhin auf, um Hilfe zu holen, während Killian sich um Elizabeth kümmert. Es dauert jedoch nicht lange, bis die beiden von etwas Unbekanntem attackiert werden.

 

 

 

Hier der Trailer zum Film
 

Unsere Meinung:

Regisseur Michael Bartlett schafft mit seinem neusten Film einen Thriller, der an einen Terror-Trip inmitten einer Baumkrone erinnert. Durch eine klaustrophobisch panische Grundstimmung und die räumliche Enge des teilweise kammerspielartigen Plots verspricht DAS BAUMHAUS – BETRETEN VERBOTEN nach einem seichten Beginn einen konstanten Spannungsaufbau. Der Film verrät bis zuletzt nur wenig. Allein durch Geräusche, Schatten und wage Bewegungen außerhalb der Holzwände wird das Böse, das am Fuße des Baumes lauert, suggeriert.

Die Protagonisten wecken auch durch ihr geringes Alter und die offenbare Überforderung mit der Situation eine gewisse Grundsympathie, aus der der Film jedoch wenig Vorteil zieht. Protagonist Killian wird durch zahlreiche Rückblenden als nahezu stereotyper Versager charakterisiert, der durch die Schreckensereignisse im Baumhaus zu schnell erwachsen wird. Das Filmende bietet daher eine nahezu absurde Revenge-Szenerie, in der es Killian beinahe im Alleingang mit den Feinden aufnimmt. Natürlich rettet er seine Mitstreiterin Elizabeth, die sich schlussendlich in ihren Retter verliebt und das filmische Klischee des schüchternen, dicklichen Mittelstufenschülers, der alle Ängste überwindet, um sein Mädchen zu erobern, vervollständigt.

DAS BAUMHAUS – BETRETEN VERBOTEN ist aber ein kurzweiliger und mitunter gelungen gestalteter Thriller, der besonders in seinem Spannungsaufbau und der Plotidee überzeugende Momente bietet. Fans des Psychothrillers oder stilistisch verwöhnte Liebhaber des französischen Terrorkinos werden jedoch enttäuscht, denn eine raffiniert durchkonstruierte Geschichte mit ausgeprägtem Realitätsbezug bietet Regisseur Michael Bartlett seinen Zuschauern nicht. Für das abendliche Homekino aller Filmfans, die gerne ohne anschließende Schlafstörungen oder Alpträume zu Bett gehen möchten, ist DAS BAUMHAUS -BETRETEN VOERBOTEN aber durchaus zu empfehlen.

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