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Horrorvorfall in Ägypten: Unbekannte foltern italienischen Wissenschaftler zu Tode

veröffentlicht am Mai 15, 2016 von Irres Irrlicht | abgelegt unter Medien, Sonstiges von Angst bis Zombie, Spukorte und Mysteriöses

anubis_schakal_halloween_kostuem_antike_schwarz_gold_halloween_kostueme_herren_maenner_halloweenkostueme_online_shop-49300Giulio Regeni, ein italienischer Wissenschaftler, der wegen der Recherche zu seiner Dissertation nach Ägypten gereist war, kehrte nie zurück.

Giulio Regeni verschwand am 25. Januar 2016 auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier, die nur wenige Minuten von seinem Wohnort entfernt stattfand. Doch dort kam er nie an. Tage später fand man seine Leiche halbnackt an einer Schnellstraße bei Kairo. Ihm fehlten Finger- und die Fußnägel. Seine Ohren waren abgeschnitten und der Körper war übersät mit Brandwunden von Zigaretten und Schnitten und Oberarmknochen sowie Schulterblätter waren gebrochen.

Die italienische Botschaft schaltete sich ein und bekam widersprüchliche Angaben zum Tathergang. Die Staatsanwaltschaft in Kairo sagte aus, der Mann sei von einer Bande getötet worden, die auf die Entführung von Ausländern spezialisiert ist. Als sich herausstellte, dass dies eine Lüge war, präsentierten Sicherheitskräfte einen angeblichen Täter, der Giulio Regeni gefoltert und umgebracht haben soll. Es handelte sich dabei um einen Mann, der kurz zuvor von der Polizei erschossen worden war und sich daher kaum mehr zum Tathergang äußern konnte. Kurze Zeit später gab es eine weitere Version des Mordes. Plötzlich sollten es muslimische Gotteskrieger gewesen sein, die Regeni folterten und töteten. Doch keine der einschlägig bekannten Gruppen wie etwa der Islamische Staat hat sich bislang zu der Tat bekannt.

Der Verdacht regt sich, dass es ägyptische Sicherheitskräfte waren, die den Italiener verschleppt und tagelang misshandelt haben. Menschenrechtsorganisationen bestätigten, dass die Art der Verletzungen typisch für das Vorgehen der Regime-Folterknechte sei. Italienische und amerikanische Medien starteten einen Aufruf und fanden scheinbar sogar Zeugen, die gesehen haben wollen, wie Regeni kurz vor seinem Verschwinden von zwei Zivilpolizisten abgeführt worden war. Entsprechende Vorwürfe weist die Regierung jedoch empört zurück.

 

Der Wissenschaftler, der an der britischen Universität Cambridge promovierte, beschäftigte sich mit unabhängigen Gewerkschaften in Ägypten, die in ägyptischer Innenpolitik als Zuflucht der Opposition gelten. Vielleicht vermuteten Behörden Kontakte zu Regimekritikern, gegen die sie derzeit sehr hart vorgehen. Folter und andere Misshandlungen von Häftlingen seien dabei an der Tagesordnung, ebenso wie rechtswidrige Tötungen, heißt es laut Medienberichten. Schätzungsweise 40.000 politische Gefangene scheinen momentan in unbekannten Gefängnissen und Folterkellern einzusitzen. Da bisher nicht geklärt werden konnte, was genau mit dem Studenten passiert ist und wer dafür verantwortlich ist, läuft die Gerüchteküche weiterhin heiß und zuverlässige Angaben können derzeit nicht gemacht werden. Als Student sollte man jedoch definitv vorziehen, Recherchepläne zu vertagen und seine Quellen lieber in einheimischen Archiven zu sammeln.



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