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Erschreckende News, Finstere Rituale, Sonstiges von Angst bis Zombie

Unheimlich verstörende Rituale – Das Capacocha-Ritual der Inka

veröffentlicht am Mai 25, 2016 von misanthrobeast | abgelegt unter Erschreckende News, Finstere Rituale, Sonstiges von Angst bis Zombie

mumie_kinder_morphsuit_halloween_weiss_grau_rot_ganzkoerperanzug_kinderkostuem_halloweenkostuem_horrorkostuem_karnevalko-54224Capacocha war das verstörende Ritual der Kindesopferung bei den alten Inka. Dies wurde jedoch nur in Fällen extremster Katastrophen durchgeführt. Den Aufzeichnungen spanischer Conquistadores zufolge handelte es sich bei dem Opfer zumeist um das Kind eines Häuptlinges. Das bizarre Menschenopfer wurde meist nach schlimmen Dürreperioden, Hungersnöten oder dem Tod eines Inka-Königs praktiziert. Dabei war es für das auserwählte Kind eine große Ehre, geopfert zu werden. Nur die schönsten und makellosesten Kinder wurden ausgesucht, um durch Capacocha in den Status eines Gottes erhoben zu werden. Die Familien des Opfers genossen danach einen erhöhten Status in der Inka-Gesellschaft.

Nachdem das Kind erwählt wurde, begann das Ritual mit einer Prozession vom Heimatdorf des Opfers bis nach Cuzco, dem Herz des Inkareiches. Dabei wurden große Bauprojekte gestartet, um den rituellen Berg für die Opferung vorzubereiten. Dazu gehörten unter anderem der Bau einer Opferplattform, eines Grabes und in den meisten Fällen auch einer Reihe von Gebäuden und Unterkünften am Fuße des Berges, die als Basislager dienten. Das Grab des Kindes hatte zumeist eine gruftähnliche Struktur und beinhaltete auch rituelle und zeremonielle Opfergaben.

Am Tag der Opferung gab man dem Kind Cicha, eine Art Alkohol aus Mais, und brachte es zur Plattform auf den Berg. Was als nächstes passierte, wird unter Archäologen immer noch heiß diskutiert. Viele der gefundenen Kindermumien wießen bei Untersuchungen Frakturen an der Schädeldecke auf, was auf einen Schlag auf den Hinterkopf schließen lässt. Dieser Schlag, so behaupten einige Forscher, war jedoch jedoch nur dazu gedacht, die Kinder bewusstlos werden zu lassen, bevor sie schließlich an Unterkühlung starben. Andere Verletzungen und Krankheiten, wie z.B. Bronchitis oder Schäden an der Nasenhöhle, legen den Schluss nahe, das die Kinder nicht an die große Höhe des Ortes gewohnt waren, an dem sie schließlich ihre letzte Ruhe fanden. Spuren von Erbrochenem und Fäkalien an der Kleidung der Leichen deuten ebenfalls an, dass die Opfer sich keinesfalls freiwillig ihrem Schicksal gefügt hatten. Einige der Kinder, wie der Llullaillaco-Junge, wurden gefesselt, und einige der Mumien zeigen Würgemale. Aufzeichnungen spanischer Forscher, die dem Ritual beiwohnten, sprechen von ritueller Gewalt an den Kindern und je mehr archäologische Beweise mit der Zeit gefunden werden, desto mehr erhärten sich diese Behauptungen.

Während es für die Opfer und ihre Familien wenig tröstend gewesen sein dürfte, so wurden doch diese Rituale nur durchgeführt, weil man keinen anderen Ausweg mehr sah, die Götter zu besänftigen. Die geopferten Kinder selbst waren zu Lebzeiten immer gut gekleidet, gut genährt und es wurde sich gut um sie gekümmert. Sie waren das Bindeglied zwischen dem Diesseits und dem Jenseits, eine Möglichkeit, das Schicksal eines ganzen Volkes zu beeinflussen. Darüber hinaus erhob man die Kinder in den Status eines Gottes als Dank für ihr Opfer.



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