Neueste
Kommentare

Skull Bullet

Finstere Rituale, Sonstiges von Angst bis Zombie, Unheimliche Natur

Die gruseligen Kults der Welt: Aghori

veröffentlicht am September 20, 2016 von Irres Irrlicht | abgelegt unter Finstere Rituale, Sonstiges von Angst bis Zombie, Unheimliche Natur

totenkopf_armband_voodoo_halloween_weiss_halloween_dekoration_horror_deko_halloweenparty_party_shop_shop_online-44611Kults und rituelle Zusammenschlüsse gibt es seit Anbeginn der Menschheit. In Indien leben die Aghori, eine Sekte, die sich dem shivaitisch tantrischen Hinduismus zurechnet. Ihren Ursprung findet sie im 18. Jahrhundert und ihre Mitgliederzahl wird heute auf um die 100 geschätzt. Der Kult basiert im Wesentlichen darauf, alles, was vom Hinduismus abgelehnt wird, als zielführend, reinigend und positiv zu definieren. Die Mitglieder trinken Alkohol, rauchen diverse Pflanzen und essen jegliche Art von Fleisch, darunter auch menschliches. Ihnen wird nachgesagt, dass sie Totenkulte praktizieren, um die Angst vor dem Sterben zu überwinden, was ihrer Meinung nach zur Erleuchtung führt. Unter anderem schmücken sie sich daher mit menschlichen Knochen, Schädeln und Leichenteilen, reiben sich mit menschlicher Asche ein, sollen Geschlechtsverkehr mit verstorbenen Kultmitgliedern haben, Blut oder Urin trinken und Fäkalien verspeisen.

Der Kult glaubt, dass jeder Mensch als perfekter, reiner Aghori geboren wird und die Gesellschaft diese Perfektion durch ihre Regeln und antrainierten Ängste vor Unreinheit, Tod und Krankheit zerstört. Erst durch die bewusste Überwindung dieser Ängste und Regeln kann man daher wieder zurück zur Reinheit und Erleuchtung finden, da eine Unterscheidung von gut und schlecht sinnlos wäre.

In einem Reisebericht, der sich online finden lässt, soll ein Gläubiger zum Berichterstatter folgendes auf die Frage nach seinen Beweggründen geantwortet haben: „Alles was ihr seht, ist wie wir Fleisch essen, Gras rauchen und Dinge tun, die ihr Menschen als ‚gruseliges Zeug‘ abstempelt. Was ihr nicht sehen könnt, ist die subtile und mysteriöse Verbindung zwischen den Dingen. Wir verwenden menschliche Totenköpfe, Blut und Knochen für unsere Rituale, weil diese uns an unseren menschlichen Körper erinnern. Wie oft am Tag denkt ihr darüber nach, dass wir bei jedem Atemzug ein bisschen sterben? Ihr weltlichen Leute denkt über das Leben nach, als würdet ihr niemals sterben müssen und so ertragt ihr nichts, was euch an den Tod erinnert. Gibt es einen Unterschied zwischen einem Aghori, der Gras raucht und einem unreifen Jungen, der sich in der Disco einen Joint anzündet? Für euch gibt es keinen, denn für euch zählt nur das Materielle. Aber der Unterschied ist die Erfahrung und die Intention. Ich rauche Gras nicht zum Vergnügen, ich trage keine Kleider, ich besitze keinen Penny, ich pflege keine weltlichen Beziehungen zu irgendjemandem, ich habe mich von beinahe allem losgesagt. Und wofür? Um Gras zu rauchen und Spaß dabei zu haben? Genuss bedeutet mir nichts. Genuss ist etwas für die Weltlichen. Ich rauche Gras, weil es mir dabei hilft, mich zu konzentrieren und extreme Yogapraktiken zu vollziehen“.

Den meisten Kultmitgliedern liegt nicht viel daran, diesen seltsam anmutenden Ruf abzulegen. Sie gebärden sich oft absichtlich verrückt, geben unklare Antworten auf Fragen und versuchen, Menschen aus der ‚weltlichen Gesellschaft‚ absichtlich zu verschrecken. Einnerseits dient dies der Aufrechterhaltung des Mythos um die Sekte, andererseits sichert ihnen die Angst westlicher Menschen ein Stück weit das Überleben. Die Aghori gelten nicht als kriegerisches Volk, bleiben meist unter sich und sind daher oft Bedrohungen von außen ausgesetzt, da sie lange als Störfaktor der indischen Gesellschaft galten. Mittlerweile, so heißt es, werden sie jedoch als Teil der Gesellschaft akzeptiert und in ihrem Umfeld respektiert.

Trotz allem haben die Mitglieder des Kults wohl eine einzigartige Wirkung auf jeden Betrachter, der ihnen erstmalig begegnet. Denn wie alles Unbekannte üben auch fremde Rituale und Verhaltensweisen eine unaussprechliche Anziehungskraft aus.

Merken

Merken

Merken

Merken



Tags:
, , , , , , , , , , , ,

Diesen Beitrag diskutieren

Zu diesem Beitrag wurden noch keine Kommentare verfasst. Warum schreibst Du nicht selbst einen? ;)

Beitrag kommentieren?