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Skull Bullet

Sonstiges von Angst bis Zombie

Skurrile Verbrechen Teil 3: Leichenbeschaffung

veröffentlicht am Februar 25, 2017 von Irres Irrlicht | abgelegt unter Sonstiges von Angst bis Zombie

Im 19. Jahrhundert, als das Gesetz zur Sezierung menschlicher Leichen reformiert wurde, blühte die anatomische Forschung auf. Endlich war es erlaubt, menschliche Körper zu öffnen und darin zu forschen – sofern die Körper von Strafgefangenen oder Suizidopfern stammten. Man glaubte, dass das Öffnen einer Leiche die dazugehörige Seele geradewegs in die Hölle beförderte. Da Suizidopfer und Straftäter aufgrund ihrer Taten ohnehin dort landen würden, war das Entweihen ihrer Leichen kein Problem.

Da es jedoch nur eine begrenzte Anzahl an Schwerverbrechern und Selbstmördern gab, wurden in Edinburgh die Leichen knapp und die Preise auf dem Schwarzmarkt stiegen rapide an. Zwei Hotelbesitzer kamen daher auf die Idee, Reisende und Gäste ihres Hotels, die sich fernab von zuhause aufhielten, verschwinden zu lassen, zu töten und die Leichen an einen befreundeten Arzt zu verkaufen. Über die Jahre verschwanden so mehr als 15 Menschen.

Doch nach einiger Zeit wurden die anderen Hotelgäste misstrauisch und es wurde eine Leiche unter einem Hotelbett entdeckt. Die beiden Freunde konnten sich jedoch herausreden und die Beamten machten einen Deal mit einem der beiden Freunde. Dieser sollte gegen den anderen aussagen und würde so selbst von Strafen verschont bleiben.

Die Aussage führte zum Todesurteil des einen Freundes, der im Januar 1829 öffentlich gehängt wurde. Anschließend wurde sein Leichnam im anatomischen Saal der University of Edinburgh seziert. Der andere Hotelbesitzer und der Arzt wurden nie belangt.

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