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Finstere Rituale, Sonstiges von Angst bis Zombie

Kannibalismus-Fälle, Teil 6 – Das Kannibalen-Kloster

veröffentlicht am Oktober 24, 2018 von Jacqui the Ripper | abgelegt unter Finstere Rituale, Sonstiges von Angst bis Zombie

Skelett-Schädel HalloweenIm Jahr 1997 ereignete es sich, dass ein englischer Journalist Zeuge eines Falls von Kannibalismus im buddhistischen Kloster Wat Thong in Südthailand wurde. Der Mann verfasste einen Bericht mitsamt Fotos.

Zwei Tage, bevor der Journalist im Kloster eintraf, starb die Oberin jenes Klosters im Alter von 73 Jahren. Die Mönche und Nonnen bahrten die Leiche nicht nur in ihren heiligen Mauern auf, sondern brachten sie anschließend in ein Dorf, wo man sie auf dem Marktplatz zunächst vorsichtig gekocht und anschließend auf einem Wellblech weiter gegrillt hat.

Die Nonnen und Mönche durften zuerst vom Fleisch essen, der Rest davon sowie die Brühe wurde an die Besucher und Dorfbewohner verteilt.

Wenn ihr glaubt, das sei schon alles gewesen, dann irrt ihr euch: Denn auch der Schädel wurde weiterverarbeitet: zu Amuletten für die Klosterbewohner.

Was zunächst unglaublich erscheint, wird durch folgende Erklärung vielleicht verständlicher: Die Nonnen und Mönche wollten auf diese Weise Kraft, Liebe und Weisheit der Oberin auf direkte Art an die Nächsten weitergeben.

Auch in christlichen Kreisen dürfte man sich mit diesen Praktiken auskennen: Reliquien, unter anderem auch die Knochen Heiliger, sind oftmals eingemauert im Altar zu finden und Wein sowie Brot werden bei christlichen Messen als “Blut und Leib Christi“ ausgeteilt. Während das jedoch rein symbolisch gemeint ist, haben die Klosterbewohner ihren Symbolismus allerdings ziemlich wörtlich umgesetzt.

Nachdem der Bericht des Journalisten veröffentlicht wurde, gab es in Thailand jedoch Untersuchungen: Es stellte sich heraus, dass auch andere Mitglieder der Ordensgemeinschaft zuvor auf diese Weise gegessen worden waren. Dieses religiöse Ritual findet seitdem – zumindest öffentlich – nicht mehr statt.



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