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Gruselige Ausflugsziele, Spukorte und Mysteriöses

Lost Places: Die sowjetische Geisterstadt Skrunda-1

veröffentlicht am November 28, 2018 von Jacqui the Ripper | abgelegt unter Gruselige Ausflugsziele, Spukorte und Mysteriöses

Spinnennetz-DekoWir haben alle schon einmal von “Lost Places” gehört. Verlassene Orte, einst bewohnt und langsam von der Natur zurückerobert. Manchmal sind es nur Wohnhäuser, manchmal ganze Städte, hinter denen spannende Geschichten stecken.

Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, der Kalte Krieg hat begonnen. Verständlicherweise herrschte zu dieser Zeit die Angst, dass jederzeit ein Angriff von sowjetischer oder amerikanischer Seite geschehen könnte. Die Sowjetunion bereitete sich damals mit dem Bau geheimer Stützpunkte gegen einen möglichen amerikanischen Angriff vor. Einer dieser Stützpunkte war Skrunda-1 im heutigen Lettland.

Skrunda-1, eine Stadt in der Nähe des heutigen lettischen Riga, verfiel, weil die Menschen nach dem Ende des Kalten Krieges nach und nach wegzogen. Die Stadt wieder aufbauen? Zu teuer. Warum sie dann nicht einfach abreißen? Genauso teuer. Deswegen wurde die nur 0,4 Quadratkilometer große Stadt sich selbst überlassen. Ruinen und Natur blieben zurück. Müll wie Kleidung, Akten und Möbel sind noch zu sehen, werden aber nach und nach von der Natur in Beschlag genommen.

Lediglich die zentralen Bauten wurden damals abgerissen, jedoch nur zur Besänftigung Lettlands. Die lettische Volksfront, eine politische Organisation, die das Land zur Unabhängigkeit von der Sowjetunion führte, duldete nicht, dass das russische Militär über 1991 hinaus in Skrunda blieb. Da es aber noch Jahre nach dem Kalten Krieg dort blieb, rissen sie dann zumindest unter anderem den Radarturm ab, mit dem der Himmel damals nach feindlichen Atomraketen abgesucht wurde.

Erst ab dem Jahr 2010 tat sich etwas: Ein Investor kaufte das Land auf, aber tat dort nichts. 2015 schließlich kaufte die lettische Regierung das Gebiet für 12.000€ zurück. Auch danach tat sich nicht viel in Skrunda-1; Lediglich dass Besucher nun Eintritt zahlen müssen und eine Karte zur Orientierung erhalten, ist neu.

Spannend bleibt, was in Zukunft mit der verlassenen Stadt passiert!

Von weiteren verlassenen Orten könnt ihr in unserem Artikel über menschenleere Städte und verlassene Siedlungen lesen!

 



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