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Gruselfabrik allgemein, Sonstiges von Angst bis Zombie

Krokodile – Die 10 tödlichsten Tiere für den Menschen, Teil 6

veröffentlicht am Juli 24, 2019 von Jacqui the Ripper | abgelegt unter Gruselfabrik allgemein, Sonstiges von Angst bis Zombie
Die 10 tödlichsten Tiere Es ist lang, hat eine ledrige Haut, spitze Zähne und kurze Gliedmaßen. Wenn du denkst, dass wir jetzt Witze über die kurzen Arme eines T-Rex machen, liegst du falsch. Wir stellen dir stattdessen im sechsten Teil unserer Reihe das Krokodil vor! Mit dem Nilpferd und der Würfelqualle haben wir dir bereits zwei Tierarten vorgestellt, die im Wasser zu Hause sind und für den Menschen besonders gefährlich werden können. Heute tauchen wir wieder ab und schwimmen mit dem Krokodil um die Wette. Aber Vorsicht: bissig!

Merkmale des Krokodils

Das Krokodil - die 10 gefährlichsten Tiere für den Menschen Das Wort “Krokodil” kommt aus dem Altgriechischen κροκόδειλος, was vermutlich von der ursprünglichen Bedeutung für “Steinwurm” hergeleitet wurde. Die Tiere gehören zu den amniotischen Landwirbeltieren. Das bedeutet, dass sie sich unabhängig von Wasser fortpflanzen können. Unter Krokodilen werden etwa 25 Arten voneinander unterschieden, die unter anderem zu den Familien der Echten Krokodile und der Alligatoren zählen. Der Körperbau des Krokodils ist auf das Leben im Wasser abgestimmt. Dazu gehört zum Beispiel der flache Körperbau mit einer breiten Schnauze und der lange, an der Seite abgeflachte Schwanz. Die Tiere können bis zu 1,20 m-6,70 m groß werden, abhängig von der Unterart des Krokodils. Je nach Körpergröße erreichen Krokodile ein Gewicht von 100-1000 kg, manche sogar noch mehr. Die Schnauzen der unterschiedlichen Krokodilarten unterscheiden sich in Länge und Breite aufgrund der unterschiedlichen Ernährungsweise. Während die Schnauzen der meisten Arten breit sind, um unterschiedliches Nahrungsangebot aufnehmen zu können, haben zum Beispiel Gangesgaviale eine schmale, langgezogene Schnauze, um sich auf den Fischfang zu spezialisieren. Die Schnauzen sind mit spitzen Zähnen in einer Ober- und einer Unterkieferzahnreihe gespickt. Krokodile haben einen besonderen Nasenaufbau: Der Nasenraum ist durch ein knöchernes Munddach und weit hinten liegende Nasenöffnungen weitestgehend vom Mundraum isoliert. Das erklärt, wie ein Krokodil so lange Zeit fast komplett unter Wasser verbringen kann: Wenn es die Nasenlöcher aus dem Wasser hält, kann es ohne Probleme weiteratmen.

Lebensweise und Lebensräume des Krokodils

Die meisten heute lebenden Krokodile verbringen den Großteil der Zeit im Wasser. Sie leben überwiegend im Süßwasser, sind aber auch im Brackwasser oder küstennahem Salzwasser zu finden. Das Leistenkrokodil kann auch in großen Seen und Sümpfen innerhalb des Landes angetroffen werden, meist aber in Mangrovensümpfen und in Flussmündungen. Meist leben alle Krokodil- und Alligatorarten in tropischen Bereichen wie Mittel- und Südamerika, Afrika, Südostasien, Australien und Ozeanien. Krokodile sind Fleischfresser und zerlegen alles, was ihrer Körpergröße angemessen ist. Wie oben erwähnt, gibt es aber auch die Gangesgaviale oder die Sunda-Gaviale, die auf den Fischfang spezialisiert sind. Kleine Krokodile und Jungtiere jagen Insekten, Frösche und kleinere Säuger, wohingegen größere Tiere auch gerne einmal junge Krokodile fressen. Krokodile sind trotz ihres behäbigen Aussehens nicht zu unterschätzen: Gerade als Jäger machen sie erfolgreich Beute, denn im Wasser bewegen sie sich geräuschlos und schnellen dann an Land, wobei ihnen der ruderartige Schwanz genügend Antrieb gibt. Ihre Beute ertränken sie schließlich im Wasser.

Krokodile und Menschen

Da Krokodile an vielen Orten auf der Welt verbreitet sind, haben sie Einzug in die Mythologie gefunden. Krokodile rufen bis heute Angst, Ehrfurcht und Bewunderung hervor. Im Alten Ägypten wurden Krokodile zum Beispiel als heilige Tiere verehrt, was sich zum Beispiel in der Gestalt des krokodilköpfigen Gottes Sobek äußert. Auch in anderen Teilen Afrikas wird das Tier verehrt, ihm wurden auch schon Gebeine von Feinden als Opfer dargeboten und auch Geister von Krokodilen wurden angerufen. In Südostasien, z.B. bei Naturvölkern der Philippinen wurde das Leistenkrokodil als göttlich angesehen und durfte nicht getötet werden. Bei den Aborigines Nordaustraliens drang das Krokodil ebenso in die Mythologie ein: Ein Krokodilvorfahr soll einen Fluss erschaffen haben, indem er bei der Durchquerung des Landes den Boden durchkaute, in anderen Geschichten wiederum wurden Menschen auf der Jagd oder auf Reisen von Krokodilen verschlungen. Doch es gibt und gab neben der Verehrung als Gottheiten und mythologischen Wesen natürlich auch die Schattenseite: Krokodile wurden wegen des Fleisches gejagt, für medizinische Zwecke und für Zaubertränke (pulverisierte Knochen wurden dafür verwendet). In den letzten Jahrhunderten wurde außerdem die Nutzung der Krokodilhaut beliebt: Wir alle haben sicherlich schon von Stiefeln und Taschen aus Krokodilhaut gehört. Auch gibt es Krokodilfarmen, die ursprünglich geschaffen wurden, um Bestände aufzustocken, die wiederum für die Zwecke der Lederindustrie genutzt wurden. Heute werden solche Farmen hauptsächlich für touristische Zwecke und Shows genutzt. Natürlich können Krokodile aber auch für den Menschen gefährlich werden: CrocBITE, das ist der Name der Datenbank für Krokodilangriffe der Charles Darwin Universität, registrierte bis 2014 weltweit 2150 Krokodilattacken auf Menschen – 1128 davon waren tödlich. Dabei steht das Leistenkrokodil an erster Stelle der Attacken. Oftmals ist das Problem nicht nur, dass Krokodile zu stark für die Menschen sind, sondern auch die Keime, an denen die Menschen später sterben. In manchen afrikanischen Regionen können diese kaum behandelt werden, sodass ein Biss auch später noch zum Tod führen kann. Da immer mehr Touristenströme in die Regionen kommen, in denen auch Krokodile leben, und die Menschen zum Beispiel Wassersport dort betreiben, kommt es leicht zu Unfällen. Aber auch die Überfischung ist ein Problem: Der Mensch steht auf dem Speiseplan des Nilkrokodils, weil der Mensch seine eigentliche Beute, den Wels, dem Krokodil wegfischt. Damit sind die unterschiedlichen Krokodilarten eine der gefährlichsten und tödlichsten Tiere der Welt für den Menschen. Also aufpassen auf der nächsten Safari! Bist du einem Krokodil schon einmal hautnah begegnet? Berichte uns doch in den Kommentaren davon!  Zu Teil 1: Löwen Zu Teil 2: Würfelquallen Zu Teil 3: Nilpferde Zu Teil 4: Grizzlybären Zu Teil 5: Der Kaffernbüffel Zu Teil 7: Moskitos Zu Teil 8: Der Weiße Hai Zu Teil 9: Skorpione Zu Teil 10: Komodowarane

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