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Die Geschichte von Halloween, Gruselfabrik allgemein, Halloween Brauchtum, Sonstiges von Angst bis Zombie

Halloween rückt näher: Warum gruseln wir uns gerne?

veröffentlicht am August 28, 2019 von Jacqui the Ripper | abgelegt unter Die Geschichte von Halloween, Gruselfabrik allgemein, Halloween Brauchtum, Sonstiges von Angst bis Zombie
Warum gruseln wir uns gerne?

Halloween rückt eilenden Schrittes näher. Doch warum genau gruseln wir uns eigentlich gerne? Die Horrorklinik erklärt es dir!

Nur noch 64 Tage, dann ist es wieder soweit: Der 31. Oktober steht mit Halloween im Gepäck vor der Tür! Viele erwartet ein Abend im Grusel-Gewand, vielleicht besuchst du auch eine coole Halloween-Party in deiner Stadt. In der Zeit vor Halloween mögen wir es uns auf dem Sofa gemütlich zu machen, heimelig in der Decke eingekuschelt und mit einer Tasse Tee in der Hand. Dabei laufen gerne einmal Horrorfilme im Hintergrund oder wir machen es uns mit Gruselgeschichten bequem.

Die dunkler werdenden Tage sind ja prädestiniert für Schauergeschichten jeglicher Art, egal ob in Form eines Films, eines Buchs, einer Serie oder eines Hörbuchs. Doch warum ist das eigentlich so? Kein Mensch hat schließlich gerne Angst. Warum also gruseln wir uns so gerne?

Warum haben wir überhaupt Angst? Eine Reise in die Vergangenheit

Die Frage, warum wir uns gerne gruseln, lässt sich kaum beantworten, ohne in der Zeit zurückzureisen. Und zwar bis ganz an den Anfang – als der Mensch sich langsam zu einem intelligenten Wesen entwickelte. Als der Mensch noch ein Jäger und Sammler war, wurden beim Sichten einer Gefahr Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet, welche als Stresshormone bezeichnet werden und dafür sorgten, dass der Körper sofort in Alarmbereitschaft versetzt wurde. So konnten unsere Vorfahren zur rechten Zeit vor einer Gefahr ausreißen und überleben.

Unsere Angst ist also gleichzeitig ein Mittel, um in Gefahrensituationen zu überleben. Ohne sie stünden wir ziemlich schlecht da!

Urvertrauen und Angstlust

Die Psychologen nennen die Freude an Angst übrigens “Angstlust”. Diese können wir aber nur empfinden, wenn wir in einem sicheren Umfeld aufgewachsen sind!

Wir werden als hilfsbedürftige und Schutz suchende Lebewesen in die Welt hineingeboren. Als Babys sind wir auf den Schutz und die Fürsorge durch die Eltern angewiesen. Diese tiefe Bindung, die dabei aufgebaut wird, nennt sich Urvertrauen. Dieses ist besonders wichtig für alles andere, was uns sonst noch auf der Welt erwartet. Denn je sicherer ein Kind gebunden ist, desto schneller traut es sich später etwas zu.

Gerade ältere Kinder und Jugendliche sind es, die eine hohe Unternehmungslust zeigen! Wir alle kennen es schließlich – in geringem oder in höherem Ausmaß – wenn wir als Jugendliche heimlich mit den Freunden zusammen Horrorfilme angeschaut haben, für die wir eigentlich noch viel zu jung waren, und wie gerne wir uns dabei gegruselt haben!

In sicheren Situationen Nervenkitzel spüren

Diese Dinge sind die Voraussetzung dafür, dass wir uns gruseln können. Gruseln selbst ist keine nackte Angst, sondern eine Mischung aus widersprüchlichen Gefühlen. Entscheidend dabei ist, dass wir uns in einem sicheren Umfeld befinden, zum Beispiel im Kino, auf dem heimischen Sofa oder in einem Gruselkabinett.

In diesen Situationen können wir uns austesten, an unsere Grenzen gehen – aber trotzdem nicht verletzt werden. Menschen, die zum Beispiel Horrorfilme gerne mögen, verspüren beim Schauen eine unangenehme Erregung, die sich am Ende in ein Gefühl der Erleichterung und Freude verwandelt. Ähnlich verhält es sich, wenn wir aus dem Gruselkabinett kommen. Nicht selten passiert es schließlich, dass wir anfangen, fast hysterisch zu lachen, nachdem wir uns so richtig erschreckt haben! 

Nicht jeder verträgt Nervenkitzel

Nicht jeder ist dafür gemacht, gruselige Situationen gut auszuhalten. Manche Menschen müssen bei Krimis irgendwann abschalten, manche Menschen vertragen Horrorfilme nicht. Das kann mit individuellen Erfahrungen oder mit Unsicherheit zusammenhängen. Aus einer Angst kann dann am Ende sogar eine Phobie erwachsen!

Aber auch andersherum kann es gefährlich werden: Menschen, die nicht mehr von Horrorfilmen loskommen, suchen immer krassere Extreme, was sich bis zu einer Sucht entwickeln kann.

Aber trotzdem spricht um die Halloweenzeit herum nichts gegen den einen oder anderen gruseligen Horrorfilm! Denn der kleine Adrenalin-Kick gehört einfach nur dunklen Jahreszeit dazu.

Und wie sieht es bei dir aus? Bist du ein Adrenalinjunkie oder sollte es lieber nicht zu viel Grusel sein? 



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