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Komodowarane – Die 10 tödlichsten Tiere für den Menschen, Teil 10

veröffentlicht am August 21, 2019 von Jacqui the Ripper | abgelegt unter Gruselfabrik allgemein, Sonstiges von Angst bis Zombie
Die 10 tödlichsten Tiere

Drachen gibt es wirklich – oder etwa nicht? Diese Tiere werden dich eines besseren belehren: Komodowarane sind riesige Echsen, die nicht nur fast wie Drachen aussehen, sondern auch mindestens genauso gefährlich sind.

Die Merkmale von Komodowaranen

Der Komodowaran - die 10 tödlichsten Tiere für den Menschen

Der Komodowaran gehört zu den Echsen und ist vor allem auf den Kleinen Sundainseln in Indonesien verbreitet. Diese Tiere sind die größten Vertreter der Schuppenkriechtiere – und wohl auch die gefährlichsten.

Komodowarane können eine maximale Länge von ca. 3m erreichen und bis zu über 70kg erreichen. Während die Jungtiere dieser Art noch recht zierlich gebaut sind, werden die Tiere, je größer sie werden, immer gedrungener und die Hinterbeine immer stämmiger und kürzer. Der Schwanz wird während des Wachstums proportional zum restlichen Körper kleiner, sodass dieser etwa die Hälfte der Gesamtkörperlänge ausmacht. Erwachsene Tiere haben außerdem eine breite Schnauze. Hautknochenplatten weisen die Tiere unter den Schuppen der Vorderseite der Beine, am Schwanzansatz, um den Hals und auf der Hinterseite des Schädels auf.

Ausgewachsene Tiere haben meist eine braune Körperoberseite, einen gräulichen Bauch und hellgelbe Augenlider. Weibchen sind meist zusätzlich an der Schnauze gelbgrün, grünbraun, rosa oder violett gepunktet. Jungtiere sind meist braun mit orangen oder gelben Flecken am Rücken und an der Schnauze.

Vorkommen und Lebensweise

Im Gegensatz zu Skorpionen und Quallen, denen du quasi überall begegnen kannst, leben Komodowarane nur auf den Kleinen Sundainseln in Indonesien. Die Tiere lieben in diesem Gebiet Savannen und Monsunwälder, immergrüne Wälder und vegetationsreiche Strände. Ab ca. 600m Höhe sind sie kaum noch zu finden. Komodowarane meiden hingegen offene, sehr dichte und feuchte Gebiete.

Gerade die Jungtiere und Warane bis zu einer Länge von etwa 150cm sind dazu fähig, Bäume zu erklimmen. Erst später gehen sie in eine ausschließliche Lebensweise auf dem Boden über. Auch schwimmen können die Tiere, jedoch nur mittelmäßig. Oftmals nutzen sie das Schwimmen nur über kurze Distanzen, um dem Festland vorgelagerte Inseln zu erreichen.

Komodowarane sind sehr geduldige und ausharrende Tiere, die ihre Beute züngelnd orten. Sie sind Jäger, die einen breiten Speiseplan haben: Jüngere Tiere fressen kleine Echsen, Insekten, Vögel und deren Eier. Erwachsene Tiere fressen große Wirbeltiere wie Hirsche, Wildschweine, Makakenaffen, wilde Hunde und sogar Schlangen und Wasserbüffel. Die Tiere können dabei so schwer wie der Waran selbst sein – oder gar doppelt so schwer.

Die Jagdstrategie der Tiere: Warten. Und das am besten aus einem Hinterhalt heraus, in dem ein Komodowaran auch gerne mal einige Tage abwartet. Er pirscht sich auch gerne an seine schlafenden Opfer an.

Seine Opfer werden durch die scharfen Zähne, die mit zu den schärfsten im Tierreich gehören, totgebissen oder so lange malträtiert, bis sie schlicht verbluten. Behilflich dabei ist den Komodowaranen außerdem ihr Gift, das dafür sorgt, dass auch misslungene Angriffe nach wenigen Tagen erfolgreich sind und das Opfer an einer Vergiftung stirbt. Auch da zeigt der Jäger wieder einmal viel Geduld, bis er seine Mahlzeit zu sich nehmen kann. 

Komodowarane und Menschen

Auf den Kleinen Sundainseln, wo die Komodowarane heimisch sind, sind sie eine wichtige touristische Attraktion. Im Nationalpark der Insel werden Einnahmen in Millionenhöhe jährlich gemacht, die einen hohen Stellenwert für die Insel-Einwohner haben. Manche Menschen sind von den Tieren jedoch genervt, da sie offenbar gerne auch wichtige Nutztiere der Menschen attackieren und töten. Auch zum Trocknen aufgehängte Fische werden häufig gefressen und es existieren sogar Berichte darüber, dass Komodowarane sogar frisch bestattete Tote ausgegraben und gefressen haben sollen. 

Bei einem Angriff eines Menschen durch einen Komodowaran hat der Mensch Glück, wenn er mit Verletzungen herauskommt. Der Biss und das Gift dieser Riesenechse sind nämlich nicht nur für ihre eigentliche Beute tödlich, sondern auch für Menschen.

Im Normalfall sollte es jedoch gar nicht erst zu Angriffen kommen, denn die Tiere meiden normalerweise die Konfrontation mit Menschen. Jungtiere fliehen schon, wenn sie einen Menschen aus weiter Entfernung bemerken; ältere Tiere fliehen erst bei geringerer Distanz. Erst, wenn auch der Mensch, also der Angreifer, nicht von einem Komodowaran ablässt, geht das Tier zum Gegenangriff über. In den Fällen, in denen Menschen tatsächlich von den Waranen getötet wurden, handelte es sich meist um Verteidigungsbisse.

In dem Nationalpark auf den kleinen Sundainseln gab es schon häufiger tödliche Zwischenfälle. Das ist jedoch darauf zurückzuführen, dass Parkführer die Tiere gerne an sogenannte „viewing sites“ locken, damit Touristen besser sehen können, wie die Tiere zum Beispiel mit toten Ziegen gefüttert werden. Manche Touristen wagen sich schließlich viel zu nah an die Tiere heran und schnell ist dann ein Unglück passiert.

Auch wenn Warane die Scheu vor den Menschen verlieren und ungewöhnlich aggressiv reagieren, kann es zu Angriffen kommen, die ohne vorherige Bedrohung durch den Menschen geschehen. In Gefangenschaft können die Tiere zahm werden und sogar ihren Pfleger erkennen. Auch Spielverhalten zeigen sie ab und zu.

Die Komododrachen, wie die Tiere auch genannt werden, sind also zwar keine von Natur aus dem Menschen gegenüber aggressiven Tiere, jedoch sind sie auch keinesfalls zu unterschätzen! 

Zu Teil 1: Löwen

Zu Teil 2: Würfelquallen

Zu Teil 3: Nilpferde

Zu Teil 4: Grizzlybären

Zu Teil 5: Der Kaffernbüffel

Zu Teil 6: Krokodile

Zu Teil 7: Moskitos

Zu Teil 8: Der Weiße Hai

Zu Teil 9: Skorpione



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